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500.000.000.000 Euro

Businessplan Kommentare

Dieser politische Eingriff in die freie Wirtschaft wird noch schwere Folgen für unser Land haben. Leider hat der Großteil der politischen Entscheider nicht das geringste volkswirtschaftliche Verständnis und versteckt seine Lobbyarbeit für die deutschen Großbanken hinter fragwürdigen Argumenten für diese “Rettungsaktion”. Da wird mit den Ängsten des Volkes und seinen Steuergeldern eine Subventionspolitik betrieben, welche Deutschland in der Form noch nicht erlebt hat. Der Markt hat seine Gesetze und Preise und wenn man diese politisch manipuliert, muss es Auswirkungen auf Konjunktur und Wachstum haben. Wer 100% Rendite möchte, muss auch im Verlustfall das dazugehörige Risiko tragen, ohne diesen “Lernprozess” wird das zukünftige Risikoverhalten sich weiter kritisch erhöhen und 500 Mrd. werden nicht mehr ausreichen um dies zu kompensieren.

Was bedeutet das für die Zukunft des Gründermarktes? Dieser hat beste Aussichten, wenn eine fett gewordene Wirtschaft etwas Speck abbaut. Dadurch werden u. a. Fachkräfte frei (nicht nur in Großbanken), welche den wirtschaftlich tragfähigen Klein- und Mittelständlern nun wieder zur Verfügung stehen oder sich selbstständig machen. Hier gilt das Gesetz: Je höher die Anzahl der Entlassungen, desto höher die Anzahl der Gründungen. Weiterhin wird sich ein erhöhter Bedarf an kostenfreien bis kostengünstigen Unterstützungsleistungen für Gründer als vorteilhaft heraustellen, da sowohl der Gründer/Steuerzahler als auch der Staat noch mit den Nachwirkungen des 500 Mrd. Paketes zu kämpfen hat. Es wird also weniger direkte und indirekte Subventionen im Gründungsbereich geben. Für die Randgruppe der Online-StartUps gilt, dass die BA und VC Szene zukünftig weniger Geld in kfr. Exitstrategien pumpen (kann) und gezielter auf Substanz im Businessplan setzen wird - ebenfalls positiv.

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Rene Wendler @ Oktober 18, 2008

2 Kommentare zum Artikel “500.000.000.000 Euro”

  1. Michael schrieb am:

    das rettungspaket zeigt eines auf jedenfall; und das international.
    statt das wir mal zulassen die völlig aufgeblasene finanzwirtschaft mal wieder etwas schrumpfen zu lassen und somit das verhältnis von finanzwirtschaft und realer produktionswirtschaft sich wieder annähern lassen, müssen wir nun zusehen wie völlig realitätsfremde zokker ihre spielschulden bezahlt bekommen.

    aber hauptsache wir haben vorschriften und normen für gurken in der eu, denn diese bedrohen unsere wirtschaft nun wirklich!

    die einfachste (aber sicher nicht zu lösende) idee wäre ja, dass die leute die über unsere zukunft entscheiden auch mal einen nachweis über ihre kompetenz aufzeigen.

    wenn ich einen gabelstabler fahren will brauche ich einen führerschein, wenn ich finanzminister werden will, brauche ich nur eine partei und ne menge kraft in den ellenbogen.

    grüsse
    micha

  2. Felix Margraf schrieb am:

    Einfach die Blaseplatzen zu lassen, wäre aus volkswirtschaftlicher Sicht die beste Lösung, da dadurch eine Marktbereinigung erfolgt wäre und die faulen Eier einschließlich der sie legenden Geier von der Bildfläche verschwinden. Die Banken würde sich, schon um endlich wieder Geld zu verdienen, das nötige Vertrauen ausprechen in die Geldströme in bewegung setzen, jetzt wurden ob der Willfährigkeit der Politik Steuergelder zu spenden, Begehrlichkeiten geweckt die zu neuen Forderungsideen von Seiten der Bankenmanagern führen werden. Die Milliardenpakte sollten vielmehr dem Mittelstand als günstige Darlehen zur Verfügung gestellt werden um zu investieren und die Konjunktur zu beleben, als in die Taschen von Fondsmanagern zu verschwinden, die in den letzten Jahren nichts vernünftiges, zumindest nichts für ihre Kunden vernünftiges zu Stande gebracht haben.
    Eine Bank mehr oder weniger ist sicher nicht von Bedeutung, aber der Bäcker um die Ecke oder der kleine Zulieferbetrieb der pünktlich seine Löhne zahlt sind schon Wirtschaftsfaktoren, die ausschlaggebend für Lebensqualität sind. Die Idee, die Pleite der Großen gegen die berechtigten Lohnforderungen der Kleinen, unter dem Motto wir müssen jetzt zusammenhalten und den Gürtel enger schnallen kennt wieder einmal nur eine Richtung der Solidarität und zwar die zugunsten der Konzerne, pardon zu gunsten der “Floppmannager” und nicht in die Richtung derer die die Werte mit ihrer Hände arbeit erwirtschaftet haben. Bleibt die Frage braucht man solche versagende “Eliten” eigentlich?

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