Dieser politische Eingriff in die freie Wirtschaft wird noch schwere Folgen für unser Land haben. Leider hat der Großteil der politischen Entscheider nicht das geringste volkswirtschaftliche Verständnis und versteckt seine Lobbyarbeit für die deutschen Großbanken hinter fragwürdigen Argumenten für diese "Rettungsaktion". Da wird mit den Ängsten des Volkes und seinen Steuergeldern eine Subventionspolitik betrieben, welche Deutschland in der Form noch nicht erlebt hat. Der Markt hat seine Gesetze und Preise und wenn man diese politisch manipuliert, muss es Auswirkungen auf Konjunktur und Wachstum haben. Wer 100% Rendite möchte, muss auch im Verlustfall das dazugehörige Risiko tragen, ohne diesen "Lernprozess" wird das zukünftige Risikoverhalten sich weiter kritisch erhöhen und 500 Mrd. werden nicht mehr ausreichen um dies zu kompensieren.
Was bedeutet das für die Zukunft des Gründermarktes? Dieser hat beste Aussichten, wenn eine fett gewordene Wirtschaft etwas Speck abbaut. Dadurch werden u. a. Fachkräfte frei (nicht nur in Großbanken), welche den wirtschaftlich tragfähigen Klein- und Mittelständlern nun wieder zur Verfügung stehen oder sich selbstständig machen. Hier gilt das Gesetz: Je höher die Anzahl der Entlassungen, desto höher die Anzahl der Gründungen. Weiterhin wird sich ein erhöhter Bedarf an kostenfreien bis kostengünstigen Unterstützungsleistungen für Gründer als vorteilhaft heraustellen, da sowohl der Gründer/Steuerzahler als auch der Staat noch mit den Nachwirkungen des 500 Mrd. Paketes zu kämpfen hat. Es wird also weniger direkte und indirekte Subventionen im Gründungsbereich geben. Für die Randgruppe der Online-StartUps gilt, dass die BA und VC Szene zukünftig weniger Geld in kfr. Exitstrategien pumpen (kann) und gezielter auf Substanz im Businessplan setzen wird - ebenfalls positiv.