Bis jetzt haben wir uns an der Stelle zurückgehalten, was Stellungnahmen und Meinungsmache in Sachen Bankenkrise betrifft. Nach den Entwicklungen des gestrigen Tages nun jedoch auch von hier ein kurzes Statement zum Thema, da mittlerweile auch Institute davon betroffen sind, die Personen unterstützen, welche einen Businessplan in eine eigene Firma umsetzen und somit unser Schwerpunkt der Beratung zum Thema Existenzgründung, und allem was dazugehört, berührt wird.
Denn: Mittlerweile geht es auch bei der KfW drunter und drüber. Die Bank rutschte tief in die Verlustzone und muss rund 1,8 Milliarden Euro aufgrund von mangelhaften Beteiligungen abschreiben. Für 2007 sei nach einer Neubewertung der KfW-Anlagen ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro nach deutschem Handelsrecht angefallen. Nach internationalem Standard beläuft sich das Minus sogar auf 6,2 Milliarden Euro. Hauptgrund hierfür sind übrigens keine Beteiligungen am Businessplan von „Baudienstleister Müller“ oder „Webshop-Betreiber Meier“, sondern dass die KfW mit über 43% der größte Aktionär an der in Schwierigkeiten geratenen IKB ist.
Jedem Betriebswirtschaftler sollte zunächst mal schleierhaft sein, wieso Institute, zu denen vom Grundsatz her Geld hinfließt, überhaupt in derartige Schwierigkeiten kommen können. Dies vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass Banken an jeder Ecke Geld verdienen. Das fängt bei der Unsitte an, Kontoführungsgebühren zu verlangen, was mittlerweile längst normal ist (viele Menschen freuen sich sogar, wenn ein kostenfreies Konto mit Mindestgeldeingang ergattert werden kann), geht über das Thema teilweise völlig überzogener Zinsen, sollte es mal ins Minus gehen, und endet bei überteuerten Produkten im Bereich Versicherung.
Ich frag an der Stelle mal bewusst etwas polemisch: Wenn Banken es nicht schaffen, Geld einzufahren und Überschüsse zu erwirtschaften, wer denn dann?