Benutzeranmeldung

Beitragsanstieg gesetzlicher Kassen

Der Gesundheitsfonds wird die Sozialversicherung – hier speziell die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) – auf den Kopf stellen und ist derzeit in aller Munde. Die sog. Einnahmeschwäche der Krankenkassen gilt dabei als einer der Hauptbelege für die Notwendigkeit einer Reform auf Seiten der GKV-Finanzierung. Haben die gesetzlichen Krankenkassen aber tatsächlich ein Finanzierungsproblem auf der Einnahmeseite oder sollte nicht besser bei den Ausgaben viel intensiver nachgesehen werden? So wie das jeder private Haushalt oder Selbstständige mit seinem Businessplan auch machen muss, wenn die verfügbaren Mittel schrumpfen.

Steigende Beitragssätze können sowohl auf der Einnahmeseite, als auch auf der Ausgabenseite entstanden sein. In großen Zeiträumen sind beispielsweise die Einkommen der Versicherten gestiegen (von 1991 bis 2002 um etwa 35 Prozent) und damit auch die Beitragseinnahmen der Kassen. Anscheinend ungleich größer ist an der Stelle das Ausgabenproblem gewesen und Diskussionen hierzu (auf allen Ebenen) wären gut beraten, geeignete Lösungen für die wirklichen Ursachen der Probleme im Gesundheitssystem zu finden. Wer ernsthaft nachdenkt wird schnell merken, dass es dabei nicht um die Einbeziehung der PKV-Versicherten (z. B. Personen, die eine Existenzgründung vollzogen haben) in die Gemeinschaft geht. Polemisch geführte Diskussionen zu diesem Punkt und anderen Themen innerhalb der Sozialversicherung helfen nicht elementar weiter.

Dr. Frank Schulze Ehring soll hier aus seiner Publikation „Beitragsanstieg in der gesetzlichen Krankenversicherung“ zitiert werden. In dieser steht geschrieben, dass der Beitragssatz der Krankenkassen mit technischem Fortschritt im Jahr 2050 lt. diverser Publikationen zwischen 20,9 und 39,5 Prozent liegen wird. Bereits 2020 werden demnach mindestens 16,9 Prozent des Einkommens für die gesetzlichen Krankenkassen aufgewendet werden müssen. Die Arbeit ist hier zu finden.