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Business-Angels | Teil 2

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Bei der Arbeit mit Business-Angels gibt es diverse Hürden. Es sollte unbedingt geklärt werden, welche Rechte und Pflichten alle Beteiligten haben, ob der Investor ebenfalls entscheiden darf und was in Krisensituationen passiert. Am Besten regelt dies ein Gesellschafts- und Kooperationsvertrag. Dieser sollte die Pflicht des Gründers enthalten, seinen Finanzpartner regelmäßig über substantielle Entscheidungen zu informieren. Ferner sollte der Vertrag festschreiben, welche Ziele der Finanzier unterstützen wird. Außerdem ist es unabdingbar, die aktuelle Entwicklung in regelmäßigen Treffen zu diskutieren und dabei immer ein Protokoll zu führen. So kann später ein Nachweis bzgl. jeweils entsprechender Verpflichtungen geführt werden. Darüber hinaus sollte schon vorab über mögliche Krisen gesprochen werden. So kann der Gründer schnell erkennen, wie der Partner wahrscheinlich in einer brenzligen Situation reagieren wird.

Das größte Problem für Existenzgründer ist meist die Kapitalfrage. Da viele Investoren Beträge ab 50.000 Euro in Raten zahlen, wird die Abhängigkeit vom Geldgeber erhöht. Gelöst werden kann dies durch die Festlegung im Beteiligungsvertrag, an welche Meilensteine die Zahlung gekoppelt ist (z. B. Umsatzzahlen oder der Markteintritt). Im gleichen Vertrag sollte außerdem festgehalten werden, wie das Ende der Partnerschaft gestaltet werden könnte, z. B. durch den Verkauf an Dritte oder einen Börsengang. Ebenso ist es förderlich, eine Mindestlaufzeit festzulegen, damit sichergestellt ist, dass der Finanzier nicht vorher aussteigt, wenn die Geschäftsidee nicht wie gewünscht Fahrt aufnimmt.

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Andre Wittig @ November 2, 2008

Business-Angels | Teil 1

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Die Zusammenarbeit zwischen Gründer und einem Business-Angel sollte eindeutig und frühzeitig geregelt werden, damit der Geschäftsalltag zwischen Beiden gut funktioniert. Jedoch hält der Wunsch des Business-Angel, als Geldgeber auch mitreden und Entscheidungsbefugnisse teilen zu wollen, viele Existenzgründer davon ab, einen solchen Finanzierungsweg einzuschlagen. Damit der Finanzier mit Coaching-Funktion nicht allein das Ruder übernimmt, können Existenzgründer vorbeugen - z. B. mit einer klaren Aufgabenverteilung oder mit verbindlichen  Finanzierungsmodalitäten. Im Folgenden sollen einige Tipps gegeben werden, wie sich Gründer absichern, damit die Zusammenarbeit gelingt.

Ein großen Problem stellt die Angst der Existenzgründer vor dem Ideenklau dar, denn vor allem Firmenchefs aus der Hightech-Branche sehen es oft mit Misstrauen, Betriebsfremden ihre Geschäftsidee und das dazugehörige Konzept zu offenbaren. Daher sollte im ersten Gespräch die Geschäftsidee nur sehr grob umrissen werden. Kommt der Kandidat als Business-Angel in Frage, sollte eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben werden.

Ein weiterer, kritischer Punkt ist oft der Firmenwert. Weil meist Eigenkapital durch einen Business-Angel zur Verfügung gestellt wird, erhält dieser einen entsprechenden Firmenanteil. Doch ist es gerade bei jüngeren Betrieben oft kompliziert, den realen Wert festzulegen. Somit bleibt ohne einen ausgewiesenen, unabhängigen Experten Streit nicht aus. Empfehlenswert ist es daher, mit Hilfe des Businessplan zu schätzen, was die Firma in einigen Jahren Wert sein könnte und diesen Wert dann auf den gegenwärtigen Zeitpunkt herunter zu brechen (sog. Ertragswertmethode). Bei dieser Aufgabe helfen branchenerfahrene Consultants.

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Andre Wittig @ Oktober 25, 2008

Bessere Unternehmensförderung

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Damit mittelständische Unternehmen schneller und zielgenauer an die richtigen Fördermittel kommen, hat die Bundesregierung ein neues Innovationsprogramm auf den Weg gebracht. Mittelständische Unternehmen konnten bisher aus etwa 120 Förderprogrammen wählen, wenn sie für Forschung und Entwicklung finanzielle Hilfe beantragen wollten. Experten bemängelten, dies seien zu viele, um das jeweils Richtige zu finden. Wirtschaftsminister Michael Glos versprach Äbhilfe. “Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand” - kurz „ZIM“ - heißt nun die Lösung. „ZIM“ startete am 1. Juli 2008 und hat laut des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zum Ziel, Grundlage für eine marktorientierte Technologieförderung im Mittelstand zu werden.

Praktisch gesehen soll die Neustrukturierung vor allem mehr Transparenz und Übersichtlichkeit bringen. Die bisherigen  BMWi-Programme wurden zusammengefasst und bieten Unternehmen nunmehr ein greifbares Förderangebot mit einheitlich abgestimmten Konditionen. Die Bundesregierung wollte, dass sich Personen bei Existenzgründung und Selbständige im Allgemeinen, im häufig kritisierten Förderdschungel schnell und einfach zurechtfinden und damit die Innovationskraft der kleinen und mittleren Unternehmen auf lange Sicht unterstützen.

Damit die Qualität der Forschungsergebnisse weiter gesteigert wird, soll „ZIM“ künftig auch die Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen stärken. Außerdem soll ab 1. Januar 2009 eine Einzelprojektförderung für kleine und mittelständische Unternehmen dazukommen. Das Programm „Inno-Watt“, welches heute bereits Unternehmen in Ostdeutschland gewährt wird, war Vorbild dafür. Ebenfalls soll es die bisher nur in den neuen Bundesländern gewährte Unterstützung des Managements von Netzwerken innovativer Firmen in Zukunft bundesweit geben. Wirtschaftsminister Glos versicherte, dass die Überführung von den bisherigen Förderprogrammen zu „ZIM“ reibungslos verlaufe. Es wird also weiterhin reibungslos zu bürokratisch und sporadisch Unterstützung gewährt ;-)

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Andre Wittig @ Oktober 18, 2008

Gesetzliche Krankenkasse wird teurer

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Auf die überwiegende Anzahl der Beitragszahler in eine gesetzliche Krankenkasse kommen zum Start des Gesundheitsfonds in drei Monaten teilweise deutlich höhere Beiträge zu. Die gestern begonnenen Verhandlungen des zuständigen Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt in Bonn werden letztlich die Höhe des Einheitsbeitrages vorgeben. Wir erwarten einen einheitlichen Beitragssatz von knapp 16% für alle Kassen.

Vor der Entscheidung über den ersten Einheitssatz in der Geschichte der Krankenversicherung, die mittlerweile eigentlich mehr einer Krankensteuer ist, erwarteten Kassenexperten und Forscher, dass rund 90 Prozent der Kassenmitglieder mehr zahlen müssen, als dies heute der Fall ist. Auch auf die Beiträge von Selbständigen und Existenzgründern wird dies Auswirkungen in Form von Steigerungen haben. Die Entscheidung liegt im Endeffekt bei der Bundesregierung auf Basis der Schätzung. Das „Gezerre“ um die Höhe des Beitragssatzes ist dabei ein Vorgeschmack auf das, was Deutschland demnächst regelmäßig bevorsteht, den auch zukünftig legt der Bund den Satz auf Basis der Schätzung fest.

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Andre Wittig @ Oktober 3, 2008

News von der gesetzlichen Krankenkasse

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Was das wichtige Thema Sozialversicherung angeht, gibt es neben der anstehenden, großen Reform hier vorab schon mal eine Information, die vor allem viele Freiberufler und Selbstständige betreffen wird. Im Zuge des Gesundheitsreformgesetzes endet zum 31.12.2008 automatisch der Anspruch auf Krankengeld. Selbstständige und Freiberufler, die als freiwillige Mitglieder gesetzlich krankenversichert sind, konnten ihren GKV-Versicherungsschutz bisher mit oder ohne Anspruch auf das sog. Krankengeld (Verdienstausfallversicherung der GKV) gestalten und meist frei wählen. Fiel die Wahl nun auf den Versicherungsschutz mit Krankengeld, so steht der betroffene Personenkreis ab 01.01.2009 dennoch ohne eine Absicherung des Verdienstausfalls da.

An der Stelle fragen sich jetzt sicher viele (wahrscheinlich vor allem Personen, die einen Businessplan im Rahmen Ihrer Selbstständigkeit umsetzen), ob es denn kein Möglichkeit mehr gibt, den Verdienstausfall bei der GKV abzusichern. Die gibt es, jedoch ist dies zukünftig mit einem großen Nachteil verbunden. Die GKV bietet die Verdienstausfallversicherung ab 01.01.2009 nur noch als Wahltarif an und d. h., entscheidet sich ein Kunde für diesen Wahltarif, bindet er sich automatisch für 3 Jahre an diese gesetzliche Krankenkasse. Eine Wechselmöglichkeit, nicht nur zu einer anderen GKV, sondern auch zu einer privaten Krankenversicherung, ist frühestens wieder zum 01.01.2012 möglich.

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Andre Wittig @ August 11, 2008

Die Abgeltungssteuer

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Ab dem 01.01.2009 erhält das Finanzamt 25 Prozent Abgeltungssteuer auf alle Kapitalerträge. Es ist vorgesehen, dass die Banken diese direkt an das Finanzamt überweist. Die Anleger müssen dann ihre Kapitaleinnahmen, wie Dividenden und Zinsen, nicht mehr in der Steuererklärung abrechnen. Allerdings ist dies nicht für alle zu pauschalieren, denn in jedem Fall gilt: „Kein Geld dem Staat schenken“. Anders als bei der Sozialversicherung ist die private Absicherung teilweise mit hohen Kapitalerträgen verbunden, so dass es ab 2009 zu beachten gilt, 25 Prozent als Abgeltungssteuer abzuziehen. Dabei ist für Anleger wichtig, alle Freistellungsaufträge zu prüfen und gegebenenfalls neue Aufträge zu erteilen. Alte Aufträge bleiben zwar erhalten, aber die Steuervorteile für Dividenden und Wertpapiergewinne sollen wegfallen.

Wer Sparkonten und Depots im Ausland unterhält, ganz gleich es es hierbei um private Anleger oder die Umsetzung eines Businessplan handelt, muss weiter über die Steuererklärung abrechnen. Ausländische Banken können keine Freistellungsaufträge erteilen. Besonders wichtig für Anleger wird, ab 2009 mit Verlusten richtig umzugehen. In der Regel werden diese durch die Banken mit Gewinnen aus gekauften Fonds oder Aktien verrechnet oder die Verluste werden von Zinsen und Dividenden einfach abgezogen. Problematisch allerdings kann es sein, wenn Anleger bei verschiedenen Instituten Kapitaleinnahmen haben. In solchen Fällen ist es sinnvoll, sich Restverluste bescheinigen zu lassen und diese wieder über die Steuererklärung zu verrechnen.

Wie die Kosten für die Sozialversicherung sollten Anleger auch Altverluste, die vor 2009 entstanden und die nicht älter als ein Jahr sind, in der Steuererklärung angeben. So kann das Finanzamt die Altverluste mit steuerpflichtigen Gewinnen aus anderen Investments verrechnen. Verluste aus einem Aktienpaket oder einem Fonds können auch mit anderen privaten Veräußerungsgeschäften, wie etwa dem Gewinn aus vermieteten Immobilien verrechnet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Altverluste über die Steuererklärung für das kommende Jahr vortragen zu lassen, sofern keine Gewinne im Entstehungsjahr bestehen.

Anleger die im Ausland ihr Geld investieren müssen beachten, dass ihnen dort die Quellensteuer von den Zinsen und Dividenden abgezogen wird. Diese wird aber bei der Steuererklärung ganz oder zumindest teilweise anerkannt. Bei deutschen Banken wird die Quellensteuer bereits durch die Bank von der Abgeltungssteuer abgezogen. Anleger sollten zudem besonders auf ihren Steuersatz achten, da der persönliche Grenzsteuersatz niedriger als 25 Prozent sein kann. Versteuern Anleger beispielsweise weniger als 15.000 Euro allein oder weniger als 30.000 Euro zusammen mit dem Ehepartner, so sind 25 Prozent Abgeltungssteuer viel zu viel. Bezahlt in so einem Fall die Bank die vollen 25 Prozent Abgeltungssteuer an das Finanzamt, obwohl sie aufgrund ihrer Einkünft weniger schulden, sollten alle Kapitaleinnahmen in der Steuererkärung angegeben werden, um den überzahlten Betrag zurück zu erhalten.

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Andre Wittig @ Juni 27, 2008

Reformierte Pflegeversicherung

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Eine Sache gleich vorweg: Wer sich z. B. im Rahmen der Umsetzung seines Businessplan sowieso mit der Überprüfung der eigenen Versicherungen beschäftigt, sollte an der Stelle ggf. über eine Ergänzung in Form einer privaten Pflegezusatzversicherung nachdenken.

Am 01.07.2008 tritt das neue Reformwerk in Kraft. Was ändert sich? Der Beitragssatz, den sich - außer bei einer beruflichen Selbstständigkeit - Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen, wird um 0,25 Prozent auf gesamt 1,95 Prozent angehoben. Für kinderlose Versicherte erhöht er sich auf 2,2 Prozent. In den Bereichen Pflegestützpunkte, Pflegeberater und Preisvergleichsliste sind die Pflegekassen jetzt in der Pflicht, den Pflegebedürftigen sofort nach Beantragung von Pflegeleistungen über alle diese Punkte ausführlich zu informieren.

Immer noch muss mindestens Pflegestufe 1 erreicht sein, um als pflegebedürftig zu gelten, d. h. dass man für mindestens 6 Monate bzgl. der Verrichtung alltäglicher Dinge im Leben durch Krankheit oder Behinderung der Pflege bedarf. Das Pflegegeld in der häuslichen Pflege wird mit dem neuen Gesetz ab 01.07.2008 kontinuierlich bis 2012 angehoben. Jetzt hat der Pflegebedürftige die Wahl zwischen diesem und der neuen Pflegesachleistung, wo eine professionelle Pflege durch die Pflegekasse finanziert wird.

Bei der Verhinderungspflege, d. h. wenn die pflegende Person für eine kurze Zeit ausfällt, liegt die Obergrenze der Entschädigung für den Pflegebedürftigen ab dem 01.07.2008 bei 1.470 Euro. Eine Neuerung in diesem Bereich der Sozialversicherung speziell für demenzkranke Personen ist, dass der zusätzliche Leistungsbetrag von 460 Euro auf 1.200 Euro jährlich angehoben wurde. Auch in der Tage-, Nacht- und Heimpflege steigen die Leistungen ab 01.07.2008 in den 3 Pflegestufen kontinuierlich bis 2012.

In Bezug auf Rehabilitationsleistungen, die vorrangig der Pflege zu behandeln sind, sind mit dem neuen Gesetz Anreiz- für die Pflegekassen und Strafprämien für die Krankenkassen vorgesehen. Durch ein neues Pflegezeitgesetz ist es Arbeitnehmern, die kurzfristig Angehörige pflegen müssen, ab dem 01.07.2008 möglich, bis 10 Tage der Arbeit fernzubleiben. Für diesem Zeitraum werden Zuschüsse gezahlt.

Das Gesetz weist trotz einiger guter Modifizierungen immer noch große Schwächen auf. So kann mit den Neuregelungen die Pflegeversicherung nur noch bis 2015 finanziert werden. Dann müsste der Beitrag stark angehoben oder ein Finanzierungskonzept entwickelt werden. Weiterhin werden noch immer demenzkranke Personen zu wenig einbezogen, da der Pflegebegriff im Gesetz keine neue Definition erfährt.

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Andre Wittig @ Juni 20, 2008

Ergebnisse des KfW-Fördergeschäft

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Im ersten Quartal diesen Jahres belief sich das Gesamtvolumen an Finanzierungen und Verbriefungen der KfW Bankengruppe, die vielen Existenzgründern und Unternehmern durch die Förderung in Bezug auf Businessplan & Co. ein Begriff sein dürfte, auf insgesamt 14,3 Mrd. Euro. Dies liegt deutlich unter dem Quartalsergebnis des Rekordjahres 2007 von 20 Mrd. Euro. Gemessen an den Vergleichszahlen der „Normaljahre“ 2004 bis 2006 zeigt sich aber eine überdurchschnittliche Förderleistung.

Wichtigste Säule des Fördergeschäfts sind dabei weiterhin die Finanzierungen der KfW Mittelstands- und Förderbank. Diese liegen mit 9,2 Mrd. Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Ursachen für den Rückgang des Geschäftsvolumens sind insbesondere im Verbriefungsgeschäft (minus 3 Mrd. Euro) zu suchen, welches aufgrund der derzeit recht schwierigen Marktbedingungen einer hohen Volatilität ausgesetzt ist. Hier wurden in einigen Bereichen keinerlei Transaktionen durchgeführt.

Die KfW Mittelstandsbank hingegen erzielte im ersten Quartal diesen Jahres mit einem Geschäftsvolumen von 3,9 Mrd. Euro einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Finanzierungsvolumen der KfW Mittelstandsbank belief sich dabei auf über 2,3 Mrd. Euro. Auf die Kreditfinanzierung, z. B. für die Existenzgründung von Gewerbetreibenden und Freiberuflern, entfielen 2,1 Mrd. Euro, womit das Ergebnis des Vorjahresquartals von mehr als 2,3 Mrd. Euro nicht ganz erreicht wurde.

Bei den sog. Mezzanine-Finanzierungen wurden in den ersten 3 Monaten diesen Jahres rund 0,2 Mrd. Euro zugesagt. Etwa je die Hälfte davon entfielen auf das ERP- Innovationsprogramm sowie das Programm Unternehmerkapital. In der Beteiligungsfinanzierung sind etwa 130 Engagements über 42 Mio. Euro eingegangen worden. Das Geschäftsvolumen der KfW Förderbank betrug im 1. Quartal 2008 insgesamt 6,9 Mrd. Euro. Es lag damit unter dem des Vorjahreszeitraums von rund 11 Mrd. Euro.

Finanzierungen haben sich im Gegensatz zu den Verbriefungen positiv entwickelt. Insbesondere die Zusagen für Umweltinvestitionen sind hierfür verantwortlich. Diese konnten um 35% auf 1,2 Mrd. Euro gesteigert werden (Gesamtvolumen 6,9 Mrd. Euro). Und: Mit über 3.000 bewilligten Anträgen im 1. Quartal diesen Jahres hat sich der sog. KfW-Studienkredit als Stütze zur Deckung der Lebenshaltungskosten von Studierenden fest etabliert. Mit nunmehr 40.000 insgesamt zugesagten Krediten ist 2 Jahre nach dem Start des Programms aus dem KfW-Studienkredit ein recht bedeutender Teil der Studienfinanzierung geworden.

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Andre Wittig @ Mai 27, 2008

Venture Capital für mobile Anwendungen

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Wer den Fokus seines Businessplan auf die Erstellung von Anwendungen im Bereich “mobile Computing” legt, kann ggf. auf einen neuen Wagniskapitalgeber zurückgreifen. Nachdem das iPhone ja schon seit mehreren Monaten seinen Risikokapitalfonds “iFund” hat, bekommt jetzt auch der “BlackBerry” einen VC-Geber für Applikationen und mobile Services. Der Fonds zeigt sich im Gegensatz zu Apples iFund jedoch offen für Anwendungen auf anderen Plattformen.

Wie finanziert sich der ganze Spaß? Der Hersteller der „schwarzen Beere“ Research In Motion, die Royal Bank of Canada und der Informationsanbieter Thomson Reuters haben zusammen mit JLA Ventures den sog. „BlackBerry Partners Fund“ gegründet. Diese Existenzgründung hat zum Ziel, neue Lösungen für mobile Anwendungen zu finden. International soll dabei in wegweisende Unternehmen investiert werden, die mobile Lösungen mit Innovationscharakter entwickeln. Geschäftsanwendungen als auch mobile Multimedialösungen sind deswegen an der Stelle gefragt. Der Blackberry Partners Fund soll zum Start über ein Finanzierungsvolumen von 150 Millionen Dollar verfügen.

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Andre Wittig @ Mai 23, 2008

Zahlungsmoral bessert sich

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Erfreuliche Nachrichten für alle, die einen Businessplan umsetzen wollen bzw. bereits selbstständig sind. Einen Höchststand hat der Index erreicht, mit dem halbjährlich das Zahlungsverhalten in Deutschland gemessen wird. Demnach bewerten Unternehmen das Zahlungsverfahren ihrer Kunden weitgehend gut und auch die Unternehmen selbst bedienen ihre Gläubiger besser, als in der Vergangenheit. Gegenüber der vorangegangenen Periode (Herbst 2007) konnte der Index jedoch nur leicht zulegen.

Insbesondere die Termintreue entwickelt sich erfreulich, was vor allem Existenzgründern und Selbstständigen in den ersten Jahren (meist ohne größere finanzielle Polster, was die Umsetzung des Businessplan anbelangt) etwas mehr Sicherheit gibt. Rechnungen werden aktuell überwiegend innerhalb des typischen Zahlungsziels (30 Tage) beglichen. Es gaben nur 22 Prozent der befragten Unternehmen an, länger auf die Begleichung von Forderungen warten zu müssen. Im Jahr 2007 waren es noch knapp 25 Prozent. Immer noch viel zu viele Unternehmen (etwa 13 Prozent) bleiben jedoch auf ihren Forderungen sitzen, was in der Summe stattliche Verluste für den Businessplan nach sich zieht. Vorgenannte 13 Prozent der Unternehmen müssen Einbußen von mehr als einem Prozent ihres Jahresumsatzes verkraften.

Erfreulich: Der Anteil an Unternehmen, die keine Ausfälle zu verbuchen haben, stieg auf 47 Prozent. Im Vorjahr waren dies nur 44 Prozent. Diese Entwicklung ist sicher im Kontext mit verschiedenen Faktoren zu sehen. Eine deutlich rückläufige Zahl von Unternehmensinsolvenzen – während der vergangenen 3 Jahre sank die Zahl von rund 38.000 auf knapp 30.000 im Jahr 2007 – sei hier beispielsweise erwähnt. Allerdings wird die Deutlichkeit der Verbesserungsschritte laut Creditreform immer schwieriger wahrnehmbar. In den ersten Monaten 2008 blieben Rechnungen im Durchschnitt knapp 13 Tage offen. Im gleichen Zeitraum 2007 war es ein halber Tag mehr.

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Andre Wittig @ Mai 21, 2008

Beitragsanstieg gesetzlicher Kassen

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Der Gesundheitsfonds wird die Sozialversicherung – hier speziell die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) – auf den Kopf stellen und ist derzeit in aller Munde. Die sog. Einnahmeschwäche der Krankenkassen gilt dabei als einer der Hauptbelege für die Notwendigkeit einer Reform auf Seiten der GKV-Finanzierung. Haben die gesetzlichen Krankenkassen aber tatsächlich ein Finanzierungsproblem auf der Einnahmeseite oder sollte nicht besser bei den Ausgaben viel intensiver nachgesehen werden? So wie das jeder private Haushalt oder Selbstständige mit seinem Businessplan auch machen muss, wenn die verfügbaren Mittel schrumpfen.

Steigende Beitragssätze können sowohl auf der Einnahmeseite, als auch auf der Ausgabenseite entstanden sein. In großen Zeiträumen sind beispielsweise die Einkommen der Versicherten gestiegen (von 1991 bis 2002 um etwa 35 Prozent) und damit auch die Beitragseinnahmen der Kassen. Anscheinend ungleich größer ist an der Stelle das Ausgabenproblem gewesen und Diskussionen hierzu (auf allen Ebenen) wären gut beraten, geeignete Lösungen für die wirklichen Ursachen der Probleme im Gesundheitssystem zu finden. Wer ernsthaft nachdenkt wird schnell merken, dass es dabei nicht um die Einbeziehung der PKV-Versicherten (z. B. Personen, die eine Existenzgründung vollzogen haben) in die Gemeinschaft geht. Polemisch geführte Diskussionen zu diesem Punkt und anderen Themen innerhalb der Sozialversicherung helfen nicht elementar weiter.

Dr. Frank Schulze Ehring soll hier aus seiner Publikation „Beitragsanstieg in der gesetzlichen Krankenversicherung“ zitiert werden. In dieser steht geschrieben, dass der Beitragssatz der Krankenkassen mit technischem Fortschritt im Jahr 2050 lt. diverser Publikationen zwischen 20,9 und 39,5 Prozent liegen wird. Bereits 2020 werden demnach mindestens 16,9 Prozent des Einkommens für die gesetzlichen Krankenkassen aufgewendet werden müssen. Die Arbeit ist hier zu finden.

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Andre Wittig @ Mai 19, 2008

Kriterien für eine Finanzierung

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Um das Interesse eines potentiellen Investors für einen Businessplan zu wecken, sollten einige grundsätzliche Dinge beachtet werden. Aus den langjährigen Erfahrungen unserer täglichen Beratungspraxis in Bezug auf das Thema Existenzgründung an dieser Stelle 3 ganz elementare Punkte.

Nr. 1 | Die Personen, die hinter dem Businessplan stecken
Oberstes Investitionskriterium ist das Unternehmer- bzw. Gründerteam. Die Geschäftsidee kann dabei noch so gut sein, wenn der Investor vom Team nicht überzeugt ist, wird er i. d. R. nicht einsteigen. Ohne eine (zumindest potentiell) erfolgreiche Mannschaft ist es schwer, eine Finanzierung von Venture Capitalists oder Business Angels zu erhalten. Die Kriterien, nach denen die Erfolgsaussichten von potentiellen Investoren beurteilt werden, sind dabei faktischer und subjektiver Natur, wobei die Zusammensetzung des Teams bzw. die Summe der einzelnen Fähigkeiten genauso wichtig wie der bloße Eindruck ist.

Nr. 2 | Der Markt und das Gefühl für diesen
Hier geht es einerseits um die Stärke der bestehenden Wettbewerber, andererseits aber auch darum, ob das Gründerteam ein Gespür dafür hat, was die Zielgruppe möchte und was nicht. Wird man sich gegen bestehende Unternehmen durchsetzen können? Befindet sich der Businessplan in einem Segment mit ausreichend Wachstumspotential? Beherzigen die Gründer den Grundsatz „Gib dem Kunde mehr von dem was er möchte, und weniger von dem was er nicht möchte“?

Nr. 3 | Das angebotene Produkt bzw. die Dienstleistung
Dem Businessplan muss ein absolut überzeugendes Produkt bzw. eine dementsprechende Dienstleistung zu Grunde liegen. Hier gilt es, sich den üblichen Standardfragen erfolgreich zu stellen. Zu beantworten bzw. zu erläutern sind z. B. Unterschiede von Produkt/Dienstleistung gegenüber bereits bestehenden Angeboten, Wettbewerbsvorteile und die Einschätzung der weiteren Aussichten sowie des Potentials des Businessplan in der Zukunft.

Wer eine Geschäftsidee erfolgreich umsetzen möchte, muss demnach ein exzellentes Team um sich scharen, ein überzeugendes Produkt oder eine entsprechende Dienstleistung entwickeln, ein Gefühl für (einen ausreichend attraktiven) Markt haben und darf bei alldem den Aufbau eines über die Firma hinausgehenden Netzwerks nicht vergessen. Dann stehen die Chancen für eine erfolgreiche Finanzierung und den Erfolg des Businessplan nicht schlecht.

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Andre Wittig @ Mai 16, 2008

Pro und Contra: Thema Konsolidierung

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Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass eine florierende Wirtschaft Arbeitsplätze entstehen lässt und damit neue Chancen und Einkommensperspektiven schafft. Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass Unternehmen im Rahmen des Businessplan Umsätze steigern und ggf. die Anzahl der Mitarbeiter aufstocken oder der Bereich der Existenzgründung (z. B. die reine Anzahl der neu gegründeten Firmen) für Dynamik sorgt. Gleichzeitig partizipiert auch der Staat in Form erhöhter Steuereinnahmen, was eine Sanierung der Haushalte und Finanzen ermöglicht.

In der Summe der vergangenen Jahre hat es sich ausgezahlt, in Wachstumsgrundlagen zu investieren und Personen zur Leistung zu ermutigen. Auch Einsparungen sind jedoch ein wichtiger und elementarer Aspekt, was aber insbesondere in den Bereichen Bildung, Innovation und Familie nicht übertrieben werden darf. Motivation entsteht in großen Teilen der Bevölkerung an der Stelle eben dann, wenn gespürt wird, dass sich Engagement auszahlt. Mehr Netto vom Brutto ist damit u. a. gemeint und für Unternehmen würde dies bedeuten, dass der Businessplan z. B. einer weniger hohen Besteuerung unterliegt und im Endeffekt auch hier vom erwirtschafteten Gewinn mehr übrig bleibt.

Wir interessieren uns für die Meinung der Besucher von gruendernet.de und fragen deshalb nach, wie hier die einzelnen Standpunkte aussehen. Sollen die Staatsfinanzen konsolidiert und gleichzeitig Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung und Innovationen getätigt werden? Oder soll gespart werden, egal was da kommen mag, damit im Ergebnis schnellstmöglich ein ausgeglichener Haushalt steht? Besteht aufgrund der sensiblen Thematik hier eventuell sogar Unschlüssigkeit? Wir freuen uns über jede einzelne Meinung!

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Andre Wittig @ Mai 14, 2008

Geschäftskonto der Deutschen Bank

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Das größte Bankhaus des Landes bietet derzeit 4 unterschiedliche Geschäftskonten an. Es besteht die Wahl zwischen den Kontolinien „Business-Aktiv“, „Business-Plus“, „Business-Komfort“ und „Business-Best“. Das Geschäftskonto „Business-Aktiv“ hat mit 4,90 Euro den niedrigsten Grundpreis, wobei eine beleghafte Buchung jedoch hohe 1,50 Euro kostet. Beleglose Buchungen (z. B. online getätigte Überweisungen) kosten bei diesem Modell 0,15 Euro. Wer also beispielsweise mit dem Online-Banking vertraut ist, für den kann diese Variante doch noch recht kostengünstig sein.

Nur 10 Cent für die beleglose Buchung werden beim Geschäftskonto „Business-Plus“ fällig. Allerdings steigt der Grundpreis auf monatlich 9,90 Euro. Beleghafte Buchungen kosten hier immer noch teure 1,00 Euro pro Kontobewegung. Bei den Geschäftskonten „Business-Komfort“ (Grundpreis 19,90 Euro) und „Business-Best“ (Grundpreis 49,90 Euro) sinken zumindest die Kosten für beleglose Buchungen. Beim Modell „Business-Best“ sind 500 beleglose Posten inklusive. Enthalten ist jeweils eine Deutsche Bank Card. Ab dem Geschäftskonto „Business-Plus“ sind auch 2 Karten ohne Aufpreis möglich. Die Kreditkarte kostet beim Modell „Business-Aktiv“ 30 Euro Jahresgebühr und ist ansonsten inklusive.

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Andre Wittig @ Mai 7, 2008

Reform der Berufsgenossenschaft

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Die gesetzliche Unfallversicherung soll zum 01. Oktober 2008 modernisiert in Kraft treten. Wer eine Existenzgründung plant bzw. als Selbstständiger bereits Mitgliedsunternehmer ist, sollte sich deshalb mit den wichtigsten Fakten befassen. An dieser Stelle deshalb zusammengefasst, was auf Mitglieder zukommt. Relevant sind in erster Linie folgende Neuerungen:

1. Der Lastenausgleich zwischen den gewerblichen Berufsgenossenschaften wird neu geregelt, was Beitragssteigerungen für die Masse der Mitgliedsunternehmen und den jeweiligen Businessplan nach sich zieht (unfallträchtige Branchen werden stärker subventioniert)
2. Der Betriebsprüfdienst wird, ähnlich der Situation bei der Künstlersozialkasse, auf die Rentenversicherung mit ihren Tausenden von Außendienstmitarbeitern ausgelagert (durch die geänderten Zuständigkeiten müssen viele Unternehmer im Rahmen ihrer Selbstständigkeit nun erstmals mit einer Überprüfung der Entgeltmeldungen rechnen)
3. Das sog. Insolvenzgeld wird in die Einziehung des Gesamtsozialversicherungsbeitrags eingebunden (es wird nicht mehr nachträglich einmal im Jahr, sondern monatlich laufend zu entrichten sein)

Zu Beginn des Jahres 2009 sollten sich Unternehmer übrigens auf eine besondere finanzielle Belastung einstellen. Der „Einmal-Effekt“ (ab Januar 2009 ist das Insolvenzgeld monatlich zu zahlen, gleichzeitig ist letztmalig der Beitrag des Vorjahres zu entrichten) wird je nach Branche mehr oder weniger spürbar auf die Liquidität drücken.

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Andre Wittig @ Mai 7, 2008