In Ergänzung des Beitrags „Entscheidungen machen müde“ stehen noch die Handlungsempfehlungen aus. Diese waren versprochen und sollen an der Stelle folgen, was bei der Umsetzung des eigenen Businessplan ggf. helfen kann.
Grundsätzlich könnte aus Teil 1 des Beitrags die wenig praxisnahe Schlussfolgerung „Treffen Sie weniger Entscheidungen!“ gezogen werden, was aber zu kurz greift und auch nicht relevant wäre. Eher umzusetzen ist da schon die Aussage „Reduzieren Sie die Anzahl der Entscheidungen auf das Wesentliche“, was gar nicht so schwierig ist. Beispielsweise beim Führen einer Firma oder einer bevorstehenden Existenzgründung kann dieser Rat nützlich sein.
Beispiele: Beginnen Sie bereits morgens bei der Auswahl der Anzüge, Hemden und Krawatten. Im Idealfall legen Sie einmal pro Jahr ein Tagesoutfit für die kommenden zirka 240 Arbeitstage fest, also welche Krawatte mit welchem Hemd und welchem Anzug an welchem Tag. Zu prüfen ist dann nur noch "Was ist heute für ein Tag? Mittwoch. Gut, dann der dunkelgraue mit den Nadelstreifen, das hellblaue Hemd und die rote Krawatte." Noch besser: Die Frau legt die Sachen raus. Überlegen Sie beim Frühstück einfach auch nicht "Nutella oder Marmelade?" Es sollte einmal eine Grundsatzentscheidung getroffen werden und dabei sollte man dann bleiben. Das ist mit einem ;-) zu sehen, entlastet aber.
Ganz wichtig: Man sollte lernen zu delegieren! Geben Sie in Bezug auf die eigene Selbstständigkeit möglichst viele Entscheidungen an Mitarbeiter ab. Das entspannt und motiviert die Mitarbeiter. Sie können diese anschließend immer noch "zur Schnecke machen", wenn sich die Entscheidung als falsch erwies, bei sich selbst sollten jedoch nur die wirklich wichtigen Sachen liegen bleiben, die Chefsachen. Aber was ist Chefsache? Das obliegt der eigenen Entscheidung ;-)
Übrigens: Wenig Mut machen kann man dagegen Personen, die sozusagen von Amts wegen nichts anderes tun müssen, als entscheiden. Die Mitarbeiter der Ämter, Gemeinden und Rathäuser sollen beispielhaft genannt werden. Bei denen gehört deswegen Müdigkeit zum Job wie der Bierbauch zum Kneipenwirt. Damit wird auch ziemlich viel klar und man kann denen mit einem ganz anderen Verständnis begegnen.