Rechtzeitig vor dem Männer- bzw. Vatertag noch eine Meldung zum Frauenanteil bei Betriebsübernahmen. Dieser liegt aktuell bei rund 16 Prozent und damit wird nur etwa jede sechste Unternehmensnachfolge vom sog. „starken“ Geschlecht vollzogen. Der Handlungsbedarf bei der Mobilisierung von Frauen als Nachfolger(innen) ist dementsprechend groß. Auffallend dabei die folgende Diskrepanz: Jede dritte Umsetzung eines neuen Businessplan erfolgt aktuell bereits durch eine Frau. Bis zur Jahrtausendwende stieg die Zahl weiblicher Gründungen übrigens um ein Drittel, während der Anstieg bei den Männern mit 16 Prozent nur halb so hoch ausfiel.
Und wer darf da mit einem Kommentar nicht fehlen? Es ist Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Sie begrüßt diesen Trend und meint vollmundig „Deutschland ist längst ein Land der Unternehmensgründerinnen“. Naja...
Fakt ist: Ohne Nachfolge droht bis zu 11 Prozent der bestehenden Unternehmen und deren Geschäftsidee die Schließung. Einher geht damit die Gefahr des Verlusts Tausender von Arbeitsplätzen und verschiedene Studien zeigen, dass gegenwärtig in Deutschland maximal 16 Prozent aller Firmenübernahmen durch Frauen erfolgen. Je nach Branche, Region und Art der Übernahme schwanken diese Zahlen jedoch stark. Vergleicht man den Sachverhalt mit der aktuellen Quote aller weiblichen Selbstständigen (inzwischen bei knapp 30 Prozent) wird klar und deutlich, dass die Potentiale in Sachen Firmenübergabe an Frauen noch längst nicht ausgeschöpft sind.
Zum Schluss noch etwas von der Bundesfamilienministerin: „Ich bestehe darauf, dass wir den Männertag neu erfinden müssen. So wie er aktuell begangen wird, ist dieser schrecklich". ;-)