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Für alle - die Gesundheitskarte

Bevor die elektronische Gesundheitskarte - eine der Neuerungen in der Sozialversicherung 2008 – bundesweit und für alle Versicherten, also auch für Personen, die eine Existenzgründung planen, eingeführt wird, werden aktuell diverse Tests und Prüfungen vollzogen. Konkret geschieht dies seit Dezember 2005 in Form von Anwender- und Feldtests in verschiedenen Regionen. Die Karte soll den behandelnden Ärzten und Apothekern wichtige Gesundheitsdaten der Patienten bereitstellen. Außerdem wird ein elektronisches Rezept eingeführt. Mit diesen Maßnahmen soll die Versorgung der Patienten erheblich verbessert und Missbrauch reduziert werden. Die Gesundheitskarte soll Anwendung in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung finden und es können sich Angestellte als auch Unternehmer schon einmal seelisch und moralisch auf einen neuen "Big Brother" einstellen.

Zum reibungslosen Ablauf nach der Einführung müssen rechtliche, technische und organisatorische Grundlagen geschaffen werden. So muss der Patient zum Beispiel vor der Speicherung, Verarbeitung und Nutzung seiner Daten die Einwilligung geben. Zur Vernetzung von Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern, Apotheken, gesetzlichen und privaten Krankenversicherern muss ein komplexes Kommunikationsnetz aufgebaut werden. Eine wichtige Rolle spielt bei der Organisation die „gematik GmbH“. Diese wurde eigens hierfür ins Leben gerufen – quasi eine Existenzgründung im größeren Stil – und ist für die Weiterentwicklung und Pflege aller Anwendungen zuständig.

Die Optionen, welche die elektronische Gesundheitskarte bietet, sind für die Patienten, bis auf Daten wie Name, Geburtsdatum, Versicherungsnummer, Zuzahlungsstatus und das elektronische Rezept, freiwillig. Ob der Patient die medizinischen Funktionen (Arzneimitteldokumentation, Patientenakte, Notfalldatensatz usw.) nutzt, ist ihm überlassen. Weitere News zur Gesundheitskarte und der Sozialversicherung im Allgemeinen an dieser Stelle zu einem späteren Zeitpunkt...