1. Die Schweizer WOZ hat eine 24 seitige Sonderbeilage zu google veröffentlicht, die hier als .pdf zum Download bereit steht. Ich zitiere, was dem Großteil der Weltbevölkerung immer noch nicht klar ist:
"«Don’t be evil», tu nichts Böses, ist Googles selbst gewählter Leitspruch. Selbst wenn Google vertraulich mit den gesammelten Daten umgeht und sie nicht Drittfirmen zur Verfügung stellt, selbst wenn das Datensammeln nur dazu führt, einen besseren Service zu bieten und keine irrelevanten Werbeanzeigen anzuzeigen: Im Internetrecht gilt das Territorialprinzip. Ein Grossteil von Googles Servern steht in den USA. Dort gilt der Patriot Act, ein Gesetzespaket zur Terrorismusbekämpfung, aufgrund dessen Google die eigenen Datenbanken auf Anfrage den Behörden öffnen muss, ohne Betroffene oder die Öffentlichkeit informieren zu müssen (tatsächlich dürfte der Konzern das nicht einmal). Auch in Europa wird das Recht auf informationelle Selbstbestimmung immer mehr aufgeweicht, zuletzt in Deutschland mit dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. Begründet wird das mit Terrorismusgefahr, ob herbeigeredet oder real. Im Leben von Verdächtigen "herumgoogeln", das könnten Behörden in einem düsteren (aber eventuell gar nicht mehr fernen) Zukunftsszenario ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss bequem vom Schreibtisch aus. Nicht zuletzt deshalb ist die zentrale Speicherung aller möglichen Daten bei einem Anbieter wie Google gefährlich."
2. Dazu passen dann auch die 10 Argumente die google für Gmail veröffentlicht hat ;-) via googlewatchblog
3. Martin diskutiert hier die geänderten studivz AGB`s. Von den insgesamt 4,5 Millionen Mitgliedern, sollen mittlerweile 45.000 Mitglieder das Netzwerk aufgrund der AGB Änderung verlassen haben. Für studivz sicherlich kein Grund den Businessplan zu ändern und auch weiter die personalisierte Werbung auszubauen.
4. Xing macht ja aktuell auf Kuschelkurs mit seinen Premiummitgliedern, nachdem die Einführung von Werbung in den Accounts nicht so super angekommen ist. In einem Interview auf turi 2 sagt Vorstand Lars Hinrichs. Xing steht als börsennotiertes web 2.0 Unternehmen natürlich unter einem extremen Druck zur Monetarisierung des Angebotes. Und Xing hat im 3. Quartal zwar (in erster Linie durch Zukäufe) 700.000 neue Mitglieder gewonnen, davon aber nur 40.000 (5,7%) als zahlende Mitglieder. Auch wenn xing versucht, die Premiummitgliedschaft als wichtigste Einnahmequelle zu verkaufen, sollte dies nicht darüber hinweg täuschen, dass mit dem aktuellen Businessplan nur eine personalisierte Werbung das Geld einspielen wird, welches die aktuelle Unternehmensbewertung an der Börse rechtfertigt.
Erschwerend kommt aber hinzu, dass die Basismitglieder die Plattform nur sehr passiv nutzen, teilweise nur einmal pro Quartal, und somit, im Unterschied zu studivz, die Werbung nur eine geringe Reichweite hat. Und ob die Business-Basis-Mitglieder die Werbung in Ihren Profilen, wenn sie schonmal auf der Plattform sind, auf Dauer in Ordnung finden, hängt sicher auch davon ab, ob es in absehbarer Zeit neben linkedin noch weitere ernstzunehmende Wettbewerber im Bereich Business-Netzwerke geben wird. Die Platzierung der Werbung in den Premiumaccount`s (also bei den aktiven Usern) wäre schon sehr wichtig gewesen und ich denke bei xing ist da grad mächtig viel strategischer Stress seit dem Rückzug (bzw. der Entschuldigung bei den Mitgliedern) angesagt.
5. SchülerVZ und studiVZ hatten im Dezember zusammen ca. 10,6 Mrd. Page Impressions. Schon ziemlich viel, fast soviel wie Unister Media mit seinem Portfolio erreicht.
6. Ein SN für Feuerwehrleute gefällig? Klar, gibt jetzt auch und zwar hier.