Der im Vergleich zu einigen anderen Mobilfunkunternehmen des Landes doch recht junge Boss von E-Plus machte kürzlich einige interessante Äußerungen bezüglich der Zukunft der Sparte. „Die Mobilfunkunternehmen werden in fünf, sechs Jahren zu reinen Datentransporteuren" sagte Dirks in einem Interview mit der Berliner Zeitung. „Der Businessplan von Mobilfunkbetreibern werde sich mittelfristig dem von Festnetz- und Internetanbietern angleichen, wo der Kunde einen Pauschalpreis für unbegrenzten Datenverkehr zahlt und sich auf seinem Handy eine Internetsoftware installiert, über die er dann auch Telefonate ohne weitere Zusatzkosten führt“, so Dirks weiter.
Interessant dabei: Während andere Anbieter über sinkende Margen jammern, sieht der Chef von E-Plus darin keine Bedrohung in Bezug auf das eigene Unternehmen. "Unsere Branche wird auch mit Datenanschlüssen gutes Geld verdienen. Das Mobiltelefon als reiner mobiler Internetanschluss wird kommen.“ Liberal steht er auch Plänen von Mobiltelefonherstellern gegenüber, die nun ebenfalls in das Internet-Geschäft einsteigen wollen. Da die Zuwächse der Handy-Hersteller mittlerweile vor allem aus Schwellenländern kommen, in denen mit „Einfachst-Handys“ nicht mehr allzu hohe Renditen erzielt werden, sind alternative Einnahmequellen auch eine logische Konsequenz.
Und die Moral aus der Geschichte: Auch die Großen machen sich – und das mindestens genauso heftig – Gedanken, den eigenen Businessplan betreffend. "Aus dem Schneider" ist hier zu keinem Zeitpunkt niemand, auch wenn die Existenzgründung noch so lange zurückliegt...