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Selbstständigkeit

Eine Selbstständigkeit in unternehmerischer Hinsicht finden rund 75 Prozent der Deutschen interessant. Man erwartet Vorzüge gegenüber dem Angestelltenverhältnis, dennoch hat sich im Bewusstsein das persönliche Risiko eines eigenen Unternehmens gleich welcher Größe verankert, das viele vor diesem Schritt zurückschrecken lässt. Mit Sicherheit trägt dazu auch der Mangel einer Gründungsidee bei, auf der das Geschäftsmodell basieren soll.

Selbstbestimmt eigene Ideen umsetzen und die Chance im Home-Office zu arbeiten – dies sind die attraktivsten Vorzüge einer Selbstständigkeit, wenn man in der Bevölkerung danach fragt. Sicherlich entspricht dies auch der Wahrheit, nur vergessen manche den wörtlichen Wortlaut – Selbstständigkeit. Teilt man das Wort in seine Bestandteile, erhält man eine realistische Einschätzung: selbst und ständig arbeiten zu müssen. Dies beginnt bereits in der Vorlauf-Phase einer Existenzgründung. Nach einer objektiven Selbsteinschätzung, ob man für das Unternehmertum geeignet ist, muss natürlich auch eine entsprechende Geschäftsidee gefunden werden, die ein tragfähiges Konzept für die Selbstständigkeit hervorbringen kann. Die Umsetzung einschließlich der Finanzierung sind weitere Schritte zur selbstständigen Tätigkeit. Bereits diese Aufgaben überfordern viele, entweder wird der Plan aufgegeben oder es wird fachkräftige Unterstützung in Anspruch genommen.

Obwohl es sehr verlockend zu sein scheint, eine eigene Firma zu führen, wird das Risiko des Scheiterns nicht unterschätzt. Rund 90 Prozent würden wegen der finanziellen Unsicherheit und der bereits erwähnten Kompliziertheit einer Gründung diesen Schritt nicht wagen wollen. In Anbetracht der Zahlen fragt man sich, warum dennoch gegründet wird. Gründerpersonen sind risikobereiter und besitzen eine Geschäftsidee, die sie auf jeden Fall umsetzen wollen. Die Beweggründe dafür sind vielfältig, sei es der erworbene Meisterbrief, ein im Studium entdecktes Geschäftsfeld und ein Bedarf auf dem Markt, der gedeckt werden will oder die berufliche Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit von unsicheren Arbeitsplätzen. Mit einer umfangreichen, intelligent durchdachten Geschäftsidee, der man einen detaillierten Businessplan gegeben hat, ist es einen Versuch wert eine Selbstständigkeit zu beginnen. Mit der innovativen Überarbeitung des GmbH-Rechts steht nun auch eine Gesellschaftform für eine Existenzgründung zur Verfügung, die das eigene Haftungsrisiko minimiert – die Unternehmergesellschaft (Mini GmbH). Nicht immer ist es dennoch zu empfehlen, sofort hauptberuflich eine Selbstständigkeit mit einer Rechtsform wie der Unternehmergesellschaft zu starten. Eine nebenberufliche Selbstständigkeit kann der richtige Weg sein, um sich selbst und das Geschäftsmodell zu testen und interessante Kontakte zu Geschäftspartnern und Kunden zu knüpfen. Nur eines darf nie vergessen werden – Informationen aus vielen Richtungen und selbstständiges Handeln und Denken sind das A und O einer Existenzgründung, um eine dauerhafte, erfolgreiche Selbstständigkeit erreichen zu können.

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