Damit mittelständische Unternehmen schneller und zielgenauer an die richtigen Fördermittel kommen, hat die Bundesregierung ein neues Innovationsprogramm auf den Weg gebracht. Mittelständische Unternehmen konnten bisher aus etwa 120 Förderprogrammen wählen, wenn sie für Forschung und Entwicklung finanzielle Hilfe beantragen wollten. Experten bemängelten, dies seien zu viele, um das jeweils Richtige zu finden. Wirtschaftsminister Michael Glos versprach Äbhilfe. “Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand” - kurz „ZIM“ - heißt nun die Lösung. „ZIM“ startete am 1. Juli 2008 und hat laut des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zum Ziel, Grundlage für eine marktorientierte Technologieförderung im Mittelstand zu werden.
Praktisch gesehen soll die Neustrukturierung vor allem mehr Transparenz und Übersichtlichkeit bringen. Die bisherigen BMWi-Programme wurden zusammengefasst und bieten Unternehmen nunmehr ein greifbares Förderangebot mit einheitlich abgestimmten Konditionen. Die Bundesregierung wollte, dass sich Personen bei Existenzgründung und Selbständige im Allgemeinen, im häufig kritisierten Förderdschungel schnell und einfach zurechtfinden und damit die Innovationskraft der kleinen und mittleren Unternehmen auf lange Sicht unterstützen.
Damit die Qualität der Forschungsergebnisse weiter gesteigert wird, soll „ZIM“ künftig auch die Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen stärken. Außerdem soll ab 1. Januar 2009 eine Einzelprojektförderung für kleine und mittelständische Unternehmen dazukommen. Das Programm „Inno-Watt“, welches heute bereits Unternehmen in Ostdeutschland gewährt wird, war Vorbild dafür. Ebenfalls soll es die bisher nur in den neuen Bundesländern gewährte Unterstützung des Managements von Netzwerken innovativer Firmen in Zukunft bundesweit geben. Wirtschaftsminister Glos versicherte, dass die Überführung von den bisherigen Förderprogrammen zu „ZIM“ reibungslos verlaufe. Es wird also weiterhin reibungslos zu bürokratisch und sporadisch Unterstützung gewährt 
Popularity: 13% [?]
Andre Wittig @ Oktober 18, 2008
Für die sog. Kleinunternehmer gibt es bei der Umsatzbesteuerung einige Erleichterungen, die gesetzlich geregelt sind. Damit diese gelten, muss jedoch die Bedingung erfüllt sein, in einem vorhergehenden Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 17.500 Euro nicht überschritten zu haben und das im laufenden Geschäftsjahr der voraussichtliche Umsatz die Grenze von 50.000 Euro nicht übersteigt. Bei einer Existenzgründung mitten im Jahr wird der Gewinn der verbleibenden Monate des Kalenderjahres auf 12 Monate hochgerechnet.
Was die Darlegung der Unterlagen beim Finanzamt anbelangt, hat der Kleinunternehmer, der übrigens auch eine Mini GmbH führen kann, eine vereinfachte Aufzeichnungspflicht. Der Status als Kleinunternehmer geht aber verloren, wenn der Unternehmer einmalig die Umsatzgrenze von 17.500 Euro überschreitet. Als Rechtsfolge hat die Kleinunternehmer-Regelung, dass der Unternehmer keine Umsatzsteuer in seinen Rechnungen ausweisen und keine Vorsteuer geltend machen darf.
Der Kleinunternehmer wird somit wie eine Privatperson behandelt, obwohl er einen eigenen Businessplan umsetzt. Der Verwaltungsaufwand verringert sich dadurch enorm. Der Kleinunternehmer hat die Option, mit einem Antrag auf den Kleinunternehmer-Status zu verzichten und damit u. a. auch die Vorsteuer beim zuständigen Finanzamt wieder geltend machen zu können. An diesen Verzicht bindet er sich dann allerdings für 5 Kalenderjahre.
Popularity: 12% [?]
Andre Wittig @ August 23, 2008
Dem Unternehmenskonzept kommt auf dem Weg zur selbstständigen Tätigkeit eine wichtige Rolle zu. Zum einen definiert das Unternehmenskonzept, auch Businessplan genannt, Planungs- und Entscheidungsprozesse. Dabei wird die Geschäftsidee strukturiert auf Realisierbarkeit und Tragfähigkeit geprüft, um eventuelle Risiken abzuschätzen. Zu den Risiken können dann auch Alternativen aufgezeigt werden. Das Unternehmenskonzept entwickelt sich dadurch zum ersten “Controllinginstrument” der Existenzgründung, wobei die Finanzplanung dabei von zentraler Bedeutung ist.
Der Businessplan bzw. das Unternehmenskonzept enthält wichtige Angaben über eventuelle Risiken. Im Vorfeld der Gründung sollten bereits Gespräche mit Fachexperten, Banken oder Existenzgründungsinitiativen geführt werden. Gründer, die vorausschauend handeln, erkennen Chancen und Risiken frühzeitig und können somit die Stärken des Unternehmens optimieren sowie Schwächen reduzieren. Anschließend werden kontinuierliche Marktbeobachtungen durchgeführt und im Unternehmenskonzept festgehalten, um neue Marktchancen zu erkennen.
Popularity: 13% [?]
Rene Wendler @ Juli 21, 2008
Wer eine Existenzgründung plant, sollte bei der Standortwahl auch Faktoren wie die Verteilung der Neugründungen im Bundesgebiet beachten. Das stärkste Wirtschaftswachstum der letzten Jahre ist in Hamburg zu verzeichnen. Im direkten Vergleich dazu sehen Bremen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland eher schlecht aus. Über 100 Kriterien flossen dabei in die Untersuchung der einzelnen Bundesländer ein, die von „Wirtschaftswoche“ und der Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“ durchgeführt wurde.
Hamburg wurde bei der Untersuchung für die Ausrichtung auf den internationalen Warenverkehr und für seine wirtschaftsfreundliche Politik gelobt. Beim Zweitplatzierten Mecklenburg-Vorpommern stieg die Beschäftigungsrate stärker als im Durchschnitt der BRD. Vor allem Unternehmer, die durch ihre berufliche Selbstständigkeit wieder mehr jungen Leuten eine Lehrstelle bieten können, haben zum guten Abschneiden beigetragen.
Baden-Württemberg und Bayern haben übrigens die stärkste Kaufkraft und verfügen über das höchste verfügbare Einkommen. Darüber hinaus besitzen diese Länder eine starke Industrie und hohe Exportquote. Diese für das Ranking der Länder relevanten Faktoren sollten bei der Standortwahl bzgl. Umsetzung des Businessplan bedacht werden, denn auch bei Neugründung ist ein solides Wirtschaftswachstum mitentscheidend für den eigenen Erfolg.
Popularity: 11% [?]
Andre Wittig @ Juli 1, 2008
Der Businessplan stellt die Chancen und Risiken einer Existenzgründung gegliedert und verständlich dar. Ein solcher Geschäftsplan beschreibt die Umsetzung der Geschäftsidee. Der Unternehmensplan analysiert den vorhandenen Markt und plant das weitere Vorgehen der Realisierung. Zudem wird eine Aussage über den Kapitalbedarf und über die zu erwartenden Gewinne getroffen.
Grundsätzlich hat der Businessplan für eine Existenzgründung eine gewisse Struktur, die der Gründer berücksichtigen sollte, um die Gläubiger von der Geschäftsidee zu überzeugen. Der Jungunternehmer ist mit der Verwendung formaler und inhaltlicher Normen immer auf der sicheren Seite. Außerdem dient der Businessplan der Beschaffung von Kapital. Der Gründer muss sich Informationen einholen, nach welchen Kriterien der Geschäftsplan von Förderprogramm- oder Kapitalgebern bewertet wird.
Popularity: 9% [?]
Rene Wendler @ Juni 18, 2008
Etwa 200 Jungunternehmer, vorwiegend aus dem Internet-Bereich, trafen sich am 11. Juni beim Techcrunch Meetup in der Hauptstadt Berlin. Frische Startups wie z. B. Aka-Aki (wir berichten) trafen zur Vorstellung ihrer Geschäftsidee und zum Erfahrungsaustausch auf Etablierte wie StudiVZ und XING. Hinter den phantasievollen Namen verbirgt sich oft jeweils ein Businessplan bzw. Gedanke, bestimmte Sparten zu bedienen. Gemeint ist damit z. B. eine Community für wissenschaftliche Dokumente, Online-Karaoke oder ein soziales Netzwerk für Mobilsurfer.
Ansässig sind die meisten dieser Firmen in Berlin oder Hamburg. Wer sich von den jungen Startups allerdings am Markt etablieren wird, ist noch unklar. Hauptziel der Veranstaltung laut Organisatoren ist, die Unternehmen der Internetszene vor allem stärker miteinander zu verflechten.
Die Initiatoren der Veranstaltung von Techcrunch aus Amerika, das Zweigstellen in Frankreich, Japan und Großbritannien hat, wenden den Eigennutzen hier nicht ab. Sie schreiben über junge Web-Unternehmen und nehmen deren wirtschaftliches Potential unter die Lupe. Ihrer Meinung nach ist Berlin aufgrund der vielen kreativen Köpfe übrigens ein idealer Standort für eine Existenzgründung als Internet-Startup.
Ein Mitbegründer von twidox, der das Meetup mit organisierte, betonte, dass man in Deutschland selbst aktiv werden muss, um die Szene zusammenzuführen. Doch alle sind hier nach außen demonstrativ recht offen. Man sucht noch nach Gemeinsamkeiten, anstatt sich als Konkurrenten anzusehen. Für den 25. September diesen Jahres ist das nächste Techcrunch Meetup in Hamburg geplant, wo sicher wieder die ein oder andere interessante und vor allem innovative Geschäftsidee präsentiert wird.
Popularity: 12% [?]
Andre Wittig @ Juni 14, 2008
Zur Erleichterung der Buchführung für Personen, die den Weg in die Selbstständigkeit gegangen sind, wurde von der Oberfinanzdirektion Koblenz die bundesweite Entscheidung getroffen, dass Ausgangsrechnungen in Zukunft nicht mehr zwingend fortlaufend nummeriert sein müssen. Mit der Regelung sollte ein Umsatzsteuerbetrug verhindert werden, weil dadurch (so der Plan) die Einmaligkeit der Schreiben sichergestellt ist.
In Zukunft ist es für Unternehmen also möglich, unter Verwendung von Buchstaben Rechnungsgruppen (z. B. nach Kunden) zu bilden. Unabhängig davon sind jedoch weiterhin diverse Punkte bei der Rechnungslegung zu beachten, ganz gleich welche Geschäftsidee umgesetzt wurde.
Damit es z. B. nach einer Existenzgründung nicht gleich zu den ersten Zahlungsverzögerungen kommt, sind u. a. die Absenderangaben, die vom Finanzamt vergebene Steuernummer und innerhalb der EU ebenfalls die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in der Rechnung anzugeben. Weiterhin sind Empfängerabgaben, Ort und Datum der Rechnungsstellung, eine einmalige Rechnungsnummer sowie der Titel „Rechnung“ oben auf dem Schreiben erforderlich.
Weitere wesentliche Bestandteile sind der Umfang der gelieferten Ware bzw. Dienstleistung, der Zeitpunkt der Lieferung, der Nettobetrag, der Umsatzsteuerbetrag, ein Hinweis im Falle einer Steuerbefreiung und ein genaues Datum als Zahlungsziel. Die Angabe der vollständigen Bankverbindung ist selbstverständlich. Wer also einen Businessplan umsetzt, hat trotz der gelockerten Vorschriften bzgl. Rechnungslegung einiges zu beachten.
Popularity: 13% [?]
Andre Wittig @ Juni 13, 2008
Wer nach bestandener Gesellenprüfung im Tischler-Handwerk die Selbstständigkeit anstrebt, hat verschiedene Möglichkeiten diese umzusetzen, kommt dabei aber nicht um die Meisterprüfung herum. Die Meisterprüfungs- und Fortbildungsregelungen sollen dabei durch die vielseitigen Aufgaben des Tischlers wie z. B. Fertigung, Montage, Planung und Beratung gerechtfertigt sein.
Im ersten Teil der Meisterprüfungsverordnung des Tischler-Handwerk wurde den bautechnischen und bauphysikalischen Qualifikationen aufgrund des weiten Tätigkeitsfeldes eine große Bewandtnis zugemessen. Im zweiten Teil der Verordnung liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der Berufslaufbahn eines Tischlers, was auch die Art und Weise der Umsetzung von Tätigkeit bzw. Geschäftsidee umfasst.
Die fachtheoretische Prüfung im Teil 2 wurde so organisiert, dass eine Befreiung der Handlungsfelder durch den Ausschuss der Meisterprüfung möglich ist. Hier wird allerdings vorausgesetzt, dass der Prüfling bereits eine Fortbildung zum Kundenberater, Fachbauleiter oder Fertigungsplaner erfolgreich absolviert hat – die Tätigkeit bzw. Geschäftsidee also in keinem Fall mehr Neuland ist.
Mit der Modernisierung der Meisterprüfungsverordnung können die Fachkräfte im Handwerk ihre Fähigkeiten und Qualifikationen angeblich besser dem technologischen Wandel anpassen. Etwa 1.200 Gesellinnen und Gesellen legen jedes Jahr die Meisterprüfung im Tischler-Handwerk ab. Viele von ihnen machen sich danach mittels Existenzgründung selbstständig und können somit ihre eigene Geschäftsidee umsetzen.
Popularity: 38% [?]
Andre Wittig @ Mai 30, 2008
Weil uns in der täglichen Beraterpraxis oft Fragen zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung (Weiterversicherung im Rahmen der Umsetzung eines Businessplan während beruflicher Selbstständigkeit) erreichen, hier zusammengefasst der aktuelle Stand bzgl. Rahmenbedingungen und Beiträgen.
Selbstständige können sich in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung freiwillig weiterversichern. Voraussetzung ist, dass die betreffende Person/der Antragsteller innerhalb der letzten 24 Monate vor Umsetzung des Businessplan (Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit) mindestens 12 Monate versicherungspflichtig nach SGB III war. Dies kann z. B. in einem Beschäftigungsverhältnis erfolgt sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein durchgehendes Beschäftigungsverhältnis handelt oder mehrere (einzelne) Beschäftigungen zusammengerechnet werden. Kann die geforderte versicherungspflichtige Zeit nicht bzw. nicht ausreichend erfüllt werden, wird auch der Bezug einer Entgeltersatzleistung nach SGB III (z. B. Arbeitslosengeld) als Voraussetzung akzeptiert.
Zu beachten ist, dass eine Antragstellung spätestens innerhalb von einem Monat nach erfolgter Existenzgründung erfolgen muss. Soll diese Form der Risikoabsicherung während beruflicher Selbstständigkeit in Anspruch genommen werden, müssen derzeit in Westdeutschland rund 20 Euro und in den neuen Bundesländern etwa 17 Euro monatlich an Beiträgen abgeführt werden.
Popularity: 42% [?]
Andre Wittig @ Mai 29, 2008
Bei den Finalisten des diesjährigen deutschen Gründerpreis in den Kategorien StartUp und Aufsteiger handelt es sich durchweg um Technologiegründungen. Sechs nach Meinung der Initiatoren herausragende Unternehmen wurden nominiert. Vorgeschlagen wurden diese durch die Experten des deutschen Gründerpreis. Welcher Businessplan letztendlich jeweils gewinnen wird, erfahren die Kandidaten und die Öffentlichkeit bei der Preisverleihung am 17. Juni in Berlin.
Uns würde an der Stelle interessieren, was einen Businessplan denn eigentlich zum “besten” Businessplan macht? Warum müssen die vorgestellten Gründungsvorhaben eigentlich permanent in der Nanotechnologie oder Solarindustrie angesiedelt sein, um ausgezeichnet zu werden? Wieso muß der Gründerpreis für die Bevölkerung “so weit weg” und wenig greifbar sein? Sind derartige Vorhaben vielleicht nur für alle Beteiligten lukrativer?
Der Preis wird in den Kategorien Schüler, StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk jährlich verliehen. In der Kategorie StartUp werden Unternehmen z. B. für die erfolgreiche Umsetzung eines Businessplan bzgl. der Phase direkt nach erfolgter Existenzgründung ausgezeichnet. In der Kategorie Aufsteiger werden Vorhaben prämiert, die nicht älter als 7 Jahre und bereits durch außerordentliches Wachstum aufgefallen sind. Ungewöhnlich kreative Unternehmerleistungen werden darüber hinaus mit einem Sonderpreis gewürdigt.
Übrigens: Fast alle Vorhaben entstanden aus der eigenen Erkenntnis, dass bestehende Produkte enormes Potential in Bezug auf Verbesserung bzw. Optimierung haben und die Märkte demnach noch nicht voll ausgeschöpft sind.
Popularity: 43% [?]
Andre Wittig @ Mai 28, 2008
Im ersten Quartal diesen Jahres belief sich das Gesamtvolumen an Finanzierungen und Verbriefungen der KfW Bankengruppe, die vielen Existenzgründern und Unternehmern durch die Förderung in Bezug auf Businessplan & Co. ein Begriff sein dürfte, auf insgesamt 14,3 Mrd. Euro. Dies liegt deutlich unter dem Quartalsergebnis des Rekordjahres 2007 von 20 Mrd. Euro. Gemessen an den Vergleichszahlen der „Normaljahre“ 2004 bis 2006 zeigt sich aber eine überdurchschnittliche Förderleistung.
Wichtigste Säule des Fördergeschäfts sind dabei weiterhin die Finanzierungen der KfW Mittelstands- und Förderbank. Diese liegen mit 9,2 Mrd. Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Ursachen für den Rückgang des Geschäftsvolumens sind insbesondere im Verbriefungsgeschäft (minus 3 Mrd. Euro) zu suchen, welches aufgrund der derzeit recht schwierigen Marktbedingungen einer hohen Volatilität ausgesetzt ist. Hier wurden in einigen Bereichen keinerlei Transaktionen durchgeführt.
Die KfW Mittelstandsbank hingegen erzielte im ersten Quartal diesen Jahres mit einem Geschäftsvolumen von 3,9 Mrd. Euro einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Finanzierungsvolumen der KfW Mittelstandsbank belief sich dabei auf über 2,3 Mrd. Euro. Auf die Kreditfinanzierung, z. B. für die Existenzgründung von Gewerbetreibenden und Freiberuflern, entfielen 2,1 Mrd. Euro, womit das Ergebnis des Vorjahresquartals von mehr als 2,3 Mrd. Euro nicht ganz erreicht wurde.
Bei den sog. Mezzanine-Finanzierungen wurden in den ersten 3 Monaten diesen Jahres rund 0,2 Mrd. Euro zugesagt. Etwa je die Hälfte davon entfielen auf das ERP- Innovationsprogramm sowie das Programm Unternehmerkapital. In der Beteiligungsfinanzierung sind etwa 130 Engagements über 42 Mio. Euro eingegangen worden. Das Geschäftsvolumen der KfW Förderbank betrug im 1. Quartal 2008 insgesamt 6,9 Mrd. Euro. Es lag damit unter dem des Vorjahreszeitraums von rund 11 Mrd. Euro.
Finanzierungen haben sich im Gegensatz zu den Verbriefungen positiv entwickelt. Insbesondere die Zusagen für Umweltinvestitionen sind hierfür verantwortlich. Diese konnten um 35% auf 1,2 Mrd. Euro gesteigert werden (Gesamtvolumen 6,9 Mrd. Euro). Und: Mit über 3.000 bewilligten Anträgen im 1. Quartal diesen Jahres hat sich der sog. KfW-Studienkredit als Stütze zur Deckung der Lebenshaltungskosten von Studierenden fest etabliert. Mit nunmehr 40.000 insgesamt zugesagten Krediten ist 2 Jahre nach dem Start des Programms aus dem KfW-Studienkredit ein recht bedeutender Teil der Studienfinanzierung geworden.
Popularity: 48% [?]
Andre Wittig @ Mai 27, 2008
Wer den Fokus seines Businessplan auf die Erstellung von Anwendungen im Bereich “mobile Computing” legt, kann ggf. auf einen neuen Wagniskapitalgeber zurückgreifen. Nachdem das iPhone ja schon seit mehreren Monaten seinen Risikokapitalfonds “iFund” hat, bekommt jetzt auch der “BlackBerry” einen VC-Geber für Applikationen und mobile Services. Der Fonds zeigt sich im Gegensatz zu Apples iFund jedoch offen für Anwendungen auf anderen Plattformen.
Wie finanziert sich der ganze Spaß? Der Hersteller der „schwarzen Beere“ Research In Motion, die Royal Bank of Canada und der Informationsanbieter Thomson Reuters haben zusammen mit JLA Ventures den sog. „BlackBerry Partners Fund“ gegründet. Diese Existenzgründung hat zum Ziel, neue Lösungen für mobile Anwendungen zu finden. International soll dabei in wegweisende Unternehmen investiert werden, die mobile Lösungen mit Innovationscharakter entwickeln. Geschäftsanwendungen als auch mobile Multimedialösungen sind deswegen an der Stelle gefragt. Der Blackberry Partners Fund soll zum Start über ein Finanzierungsvolumen von 150 Millionen Dollar verfügen.
Popularity: 61% [?]
Andre Wittig @ Mai 23, 2008
Alle die im Rahmen ihres Businessplan einen Online-Shop betreiben sollten jetzt aufpassen, denn hier liegt lt. einer Studie noch enormes Potential, wenn Grundsätze beachtet und Bedenken von Usern ausgeräumt werden. Denn wird auf Shopping via Internet verzichtet, tun das die Nutzer häufig aufgrund von Sicherheitsfragen. Das ergab eine repräsentative Erhebung des Instituts EuPD Research. PayPal (gehört zu eBay) hatte die Studie in Auftrag gegeben.
Rund 1000 Befragte, die online noch nie etwas gekauft haben, machten Aussagen und es gab mehr als jeder Zweite an, das Thema Sicherheit sei dafür ausschlaggebend. Für eine Existenzgründung bzw. bereits bestehende Selbstständigkeit in diesem Bereich ein bedeutender Fakt. Eine sehr wichtige Tendenz: Bei einer vergleichbaren Befragung im vorigen Jahr hatte nur etwa jeder Fünfte (21,1 Prozent) diese Antwort gegeben. Auf der anderen Seite: Kürzlich hatte Bitkom als Ergebnis einer Umfrage von Forsa präsentiert, dass 57 Prozent der PC-Nutzer kein Sicherheitsproblem sehen und keine Angst um ihre persönlichen Daten im Internet haben.
Bei der aktuell vorgelegten Erhebung zum Online-Shopping ist auch der Anteil derjenigen von 48,4 auf 58,6 Prozent gestiegen, die meinten, ihnen fehle beim Online-Shopping die Möglichkeit, das gewünschte Produkt vorher in die Hand zu nehmen. Haptik, also das Anfassen und Erfühlen, spielen demnach weiterhin eine große Rolle. Zu lange Lieferzeiten oder zu hohe Portokosten hingegen nicht. Hier stimmten im Schnitt nur etwa 7 Prozent zu. Ganz interessant auch: Von den Befragten stimmten nur rund 34 Prozent einem an sich naheliegenden Argument für den Online-Einkauf zu. Gemeint sind die nicht vorhandenen Ladenschlusszeiten.
Popularity: 62% [?]
Andre Wittig @ Mai 22, 2008
Migranten setzen in Deutschland eher einen Businessplan um, als das bei den Deutschen selbst der Fall ist. Der KFW-Studie „Unternehmensgründungen von Personen mit Migrationshintergrund“ zufolge lag die Gründungsquote bei Migranten z. B. im Jahr 2006 bei 2,9 Prozent, die der einheimischen Existenzgründer nur bei 2,6 Prozent. Damit hatten 2006 rund 10 Prozent der Existenzgründer einen Migrationshintergrund.
Eine Existenzgründung im Bereich Handel (z. B. der Betrieb eines Einzelhandel im Ladengeschäft) ist dabei das am weitesten verbreitete Gründungsvorhaben von Migranten. Mit 40 Prozent ist ihr Anteil fast doppelt so hoch wie der Anteil der deutschen Existenzgründer mit nur 21 Prozent. Das zweit verbreitetste Gründungsvorhaben sind Unternehmen im Baugewerbe mit 10 Prozent und daran anschließend die Existenzgründung im Sektor des Gastgewerbe mit 4 Prozent. Im Vergleich zu Gründern deutscher Herkunft zeigt sich, dass Migranten stärker zu einer Existenzgründung im Vollerwerb neigen.
Unabhängig von der Herkunft lässt sich sagen, dass der größere Teil der Existenzgründungen durch Männer vollzogen wird. Mit 34 Prozent ist der Anteil der Frauen unter den Gründern mit Migrationshintergrund noch etwas geringer, als der Frauenanteil bei Existenzgründern deutscher Abstammung. Dieser liegt bei 39 Prozent.
Als mögliche Ursachen für die stärkere Tendenz zur Selbstständigkeit bei Menschen mit Migrationshintergrund nennt die KfW-Mittelstandsbank einerseits schlechtere Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, als auch eine größere Risikobereitschaft und stärkere Neigung zur Selbstständigkeit.
Popularity: 68% [?]
Andre Wittig @ Mai 21, 2008
Mit einem Durchschnitt von 4,58 Punkten auf einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 7 (sehr gut) bewerteten die 24 Teilnehmer des Business Angel Panels ihre Geschäftslage. Besonders beliebt bei den „Engeln“ ist dabei immer noch eine Existenzgründung im Bereich Medizin- und Umwelttechnik. Auf Platz drei, geht es um die Beliebtheit eines Businessplan der Kapital benötigt, stehen Vertreter der Energiebranche. Verlierer sind vor allem der Bereich EDV/Hardware, Logistiker und Finanzdienstleister. Diese haben kaum Chancen auf privates Beteiligungskapital für den Schritt in die Selbstständigkeit.
In der Summe gab es schon bessere Zeiten für Existenzgründer in Deutschland. Nicht einmal jeder fünfte private Geldgeber (es waren 17 Prozent) ging im ersten Quartal diesen Jahres eine neue Beteiligung ein. Ein so niedriger Wert war das letzte Mal vor über 2 Jahren gemessen worden. Die deutschen Existenzgründer hingegen schauten eher positiv in die Zukunft und schrieben weiter Businessplan um Businessplan. Jeder Investor erhielt im 1. Quartal 2008 durchschnittlich zwölf mal ein gut ausgearbeitetes Unternehmenskonzept für eine Existenzgründung.
Nachvollziehbar ist, dass es leichter „himmlische Unterstützung“ geben würde, wären mehr Business Angels am Start. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in Deutschland aktuell nur rund 5000 Business Angels gibt, die neue Ideen mit privatem Kapital unterstützen. Beispielsweise in Großbritannien ist die Zahl etwa vier mal so hoch. Die Ursache für die niedrige Zahl an Business Angels in Deutschland sehen diese selbst vor allem in den suboptimalen politischen Rahmenbedingungen. Das deutschen Steuerrecht hat nach Aussage der Befragten hieran einen bedeutenden Anteil.
Popularity: 67% [?]
Andre Wittig @ Mai 20, 2008