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Business-Angels | Teil 2

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Bei der Arbeit mit Business-Angels gibt es diverse Hürden. Es sollte unbedingt geklärt werden, welche Rechte und Pflichten alle Beteiligten haben, ob der Investor ebenfalls entscheiden darf und was in Krisensituationen passiert. Am Besten regelt dies ein Gesellschafts- und Kooperationsvertrag. Dieser sollte die Pflicht des Gründers enthalten, seinen Finanzpartner regelmäßig über substantielle Entscheidungen zu informieren. Ferner sollte der Vertrag festschreiben, welche Ziele der Finanzier unterstützen wird. Außerdem ist es unabdingbar, die aktuelle Entwicklung in regelmäßigen Treffen zu diskutieren und dabei immer ein Protokoll zu führen. So kann später ein Nachweis bzgl. jeweils entsprechender Verpflichtungen geführt werden. Darüber hinaus sollte schon vorab über mögliche Krisen gesprochen werden. So kann der Gründer schnell erkennen, wie der Partner wahrscheinlich in einer brenzligen Situation reagieren wird.

Das größte Problem für Existenzgründer ist meist die Kapitalfrage. Da viele Investoren Beträge ab 50.000 Euro in Raten zahlen, wird die Abhängigkeit vom Geldgeber erhöht. Gelöst werden kann dies durch die Festlegung im Beteiligungsvertrag, an welche Meilensteine die Zahlung gekoppelt ist (z. B. Umsatzzahlen oder der Markteintritt). Im gleichen Vertrag sollte außerdem festgehalten werden, wie das Ende der Partnerschaft gestaltet werden könnte, z. B. durch den Verkauf an Dritte oder einen Börsengang. Ebenso ist es förderlich, eine Mindestlaufzeit festzulegen, damit sichergestellt ist, dass der Finanzier nicht vorher aussteigt, wenn die Geschäftsidee nicht wie gewünscht Fahrt aufnimmt.

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Andre Wittig @ November 2, 2008

Business-Angels | Teil 1

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Die Zusammenarbeit zwischen Gründer und einem Business-Angel sollte eindeutig und frühzeitig geregelt werden, damit der Geschäftsalltag zwischen Beiden gut funktioniert. Jedoch hält der Wunsch des Business-Angel, als Geldgeber auch mitreden und Entscheidungsbefugnisse teilen zu wollen, viele Existenzgründer davon ab, einen solchen Finanzierungsweg einzuschlagen. Damit der Finanzier mit Coaching-Funktion nicht allein das Ruder übernimmt, können Existenzgründer vorbeugen - z. B. mit einer klaren Aufgabenverteilung oder mit verbindlichen  Finanzierungsmodalitäten. Im Folgenden sollen einige Tipps gegeben werden, wie sich Gründer absichern, damit die Zusammenarbeit gelingt.

Ein großen Problem stellt die Angst der Existenzgründer vor dem Ideenklau dar, denn vor allem Firmenchefs aus der Hightech-Branche sehen es oft mit Misstrauen, Betriebsfremden ihre Geschäftsidee und das dazugehörige Konzept zu offenbaren. Daher sollte im ersten Gespräch die Geschäftsidee nur sehr grob umrissen werden. Kommt der Kandidat als Business-Angel in Frage, sollte eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben werden.

Ein weiterer, kritischer Punkt ist oft der Firmenwert. Weil meist Eigenkapital durch einen Business-Angel zur Verfügung gestellt wird, erhält dieser einen entsprechenden Firmenanteil. Doch ist es gerade bei jüngeren Betrieben oft kompliziert, den realen Wert festzulegen. Somit bleibt ohne einen ausgewiesenen, unabhängigen Experten Streit nicht aus. Empfehlenswert ist es daher, mit Hilfe des Businessplan zu schätzen, was die Firma in einigen Jahren Wert sein könnte und diesen Wert dann auf den gegenwärtigen Zeitpunkt herunter zu brechen (sog. Ertragswertmethode). Bei dieser Aufgabe helfen branchenerfahrene Consultants.

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Andre Wittig @ Oktober 25, 2008

Größere Chancen, höheres Risiko

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Ökonomen können schon seit längerem empirisch belegen, das risikofreudigere Personen öfter den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, als das bei vorsichtigen Menschen der Fall ist. Doch eine vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlichte Studie belegt nun auch, dass risikofreudige Existenzgründer schneller pleite gehen. Gründer mit einer nur mittleren Risikobereitschaft halten ihr neu gegründetes Unternehmen dagegen besonders lange am Markt.

Die Forscher des IZA untersuchten, wie die Risikoeinstellung von Gründern auf die Überlebensdauer des jeweiligen Unternehmens wirkt. Den Forschern standen im Untersuchungszeitraum umfangreiche, repräsentative Datensätze von Menschen zur Verfügung, die unternehmerisch tätig waren und ermittelten für 3 Gruppen die Wahrscheinlichkeit des Abschieds von der Selbstständigkeit.

Die Berechnungen ergaben für die Gruppe der besonders risikoscheuen Unternehmer eine Wahrscheinlichkeit von 12,5%, im jeweils darauf folgenden Jahr die Selbstständigkeit zu verlassen. Sehr risikobereite Unternehmer erreichten den selben Wert. Jedoch liegt die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns in der Selbstständigkeit bei Unternehmern, die ihre Risikobereitschaft als durchschnittlich einschätzten, bei nur etwa 7,5% und ist damit um 40% geringer.

Die Wissenschaftler erklären dies damit, dass bei einer riskanten Geschäftsidee der erwartete Ertrag der Selbstständigkeit zwar steigt, die Gefahr des Misserfolgs aber ebenso. Risikoscheue Selbstständige verfügen demgegenüber zwar ohnehin über ein geringeres Ertragspotential, sind aber ebenso einer geringeren Gefahr des Scheiterns ausgesetzt. Übrigens: Das einzig Interessante sind hier die aktuellen Zahlen. Vom Grundsatz her ist das alles längst bekannt und dazu braucht es eigentlich keine neuen (und teuren) Studien. Der eigentliche Nachrichtenwert lautet also eher: “IZA findet heraus, dass längst Bekanntes weiterhin seine Gültigkeit behält!” ;-)

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Andre Wittig @ Oktober 20, 2008

Mit der Lust gründen und Geld verdienen

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Eine Kombination mit Erfolgsgarantie heißt offensichtlich Frauen und Erotik. „Sex sells!“ - der Spruch klingt abgedroschen, gilt aber mehr denn je. Immer mehr Frauen entdecken deswegen auch die steigende Nachfrage nach Erotikartikeln als lukrative Nische zur eigenen Existenzgründung. Grundsätzlich wird die Erotikbranche immer weiblicher, beobachten auch renommierte Trendforscher. Wie beim Businessplan von „Tomto“ sind es sehr oft kleine Firmen mit meist nur einer, höchstens zwei Gründerinnen, die den Sprung in die Selbständigkeit wagen. Insbesondere weil der Vertriebsweg sehr oft das Internet ist, bleiben negative Erfahrungen in dieser Tabubranche vergleichsweise oft aus.

Warum es geradezu typisch ist, dass Frauen Marktchancen hier eher erkennen und Nischen besetzen, liegt sehr wahrscheinlich am besseren Gespür für die Bedürfnisse anderer. Statistisch belegt ist: Frauen gehen an die Umsetzung einer eigenen Geschäftsidee vom Grundsatz her oft anders heran, wobei nicht gleich vom Firmenimperium geträumt wird, sondern sich mit einem langsameren, dafür aber umso nachhaltigeren Umsatzwachstum zufrieden gegeben wird. Dies lässt für sie auch kleinere Geschäftsfelder attraktiv erscheinen. Eine Erfahrung, die Unternehmensberater oft machen: Anerkennung für gute Produkte und Leistungen spielen bei Frauen eine überdurchschnittlich große Rolle. Der Anspruch, den Kunden etwas zu geben, was es in der Art so noch nicht gab, ist für viele der größte Motivationsfaktor - und das ist oft eben nur noch in Nischen möglich.

Wie aber kommt Frau nun ausgerechnet auf das Thema Erotik? Bezogen auf die o. g. Geschäftsidee von Tonia Merz lief es – einfach aber wahr – etwa so ab, dass der Businessplan beim Banker schlichtweg so gut ankam, dass er ihrer Firma Tomto Berlin auf Anhieb einen Gründungskredit über 50.000 Euro gewährte. Zum Konzept der Schneiderei hochwertiger und vor allem hocherotischer Korsetts bleibt also zu sagen „Sex sells!“ - und das mittlerweile schon im 4. Geschäftsjahr.

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Andre Wittig @ September 18, 2008

Meinungsfreiheit von Blogs gestärkt

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Bitte mal noch keine Jubelrufe, wer im Rahmen seiner Geschäftsidee auch auf das Marketinginstrument eines Blogs setzt, denn das gleich genannte Urteil hat wie eine Medaille 2 Seiten – aber eine Tendenz scheint erkennbar. In einem Entscheid des Amtsgerichts Frankfurt/Main wurde der Schutz von Presse- und Meinungsäußerungsfreiheit für Foren und Weblogs betont, was natürlich und insbesondere auch bei Blogs mit “kritischen Inhalten und Diskussionen” gelten müsse. In diesem Zusammenhang hat die vorsitzende Richterin einer generellen Prüfungspflicht der Administratoren eine Abfuhr erteilt. Eventuelle daraus entstehende sog. “Vorab-Zensur-Pflichten” sollen damit verhindert werden.

Das Gericht stellte klar, dass der im Impressum eines Blogs benannte “technische Betreuer und Administrator” ohne konkrete Kenntnis von einem rechtsverletzenden Beitrag oder Kommentar im Blog nicht als Störer auf Unterlassung haftet, solange er nach Kenntniserlangung die Rechtsverletzung unverzüglich beseitigt.

Allerdings: Es wurde in vorliegendem Fall berücksichtigt, dass das hier zur Debatte stehende Forum nicht gewerblich betrieben wird. Somit sagt dieses Urteil leider nichts zu kommerziellen Foren oder Blogs aus, sondern stellt wie bereits erwähnt allenfalls eine Tendenz dar, was zu beachten ist, wenn der eigene Businessplan mit solch einem Marketinginstrument unterstützt werden soll. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig (AG FFM - 31 C 2575/07-17 vom 16.07.2008). Das komplette Urteil ist auf der Homepage des Rechtsbeistands des Beklagten zu finden.

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Andre Wittig @ August 3, 2008

Web-2.0-affine Zielgruppe im Visier

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Mit einem neuen Businessplan will sich der Hoster Strato an die überwiegend junge, Web-2.0-affine Zielgruppe heranschleichen. Das soll etwa so ablaufen, dass sich Mitglieder von sozialen Netzwerken (z. B. StudiVZ und MySpace) eine echte de-Domain reservieren können, die dann zum eigenen Community-Profil routet. Der Strato-Slogan zu diesem kostenlosen Dienst lautet “Schluss mit den Profil-Links, die sich kein Mensch merken kann.”

Wie der Anbieter mit dieser Geschäftsidee konkret Geld verdienen will, lässt sich erahnen. Immerhin kostet die Registrierung von Domains das Unternehmen bares Geld. Doch nach 12 kostenfreien Monaten enden die Verträge automatisch. “Die Kunden werden die Domain nicht zwingend verlieren, sondern in ein Webspace-Paket von uns überführen können”, erklärte der Sprecher von Strato Lars Gurow auf Nachfrage.

Übrigens: Der Neukunde erfährt erst in den Nutzungsbedingungen, dass er keinerlei Rechte an der Domain inne hat. Es handelt sich hierbei also eher um einen Pacht- bzw. Leihvertrag mit ungewissem Ausgang. Als Gegenleistung für die Reservierung verlangt Strato zudem, dass der Kunde fünf E-Mail-Adressen preisgibt, die im Nachgang Einladungen zu “Web Dich!” erhalten. Zu der ziemlich plumpen Vorgehensweise passt, dass www.webdich.de und www.web-dich.de so rein gar nichts gemeinsam haben.

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Andre Wittig @ Juli 25, 2008

e! Science - gebündelte Wissenschaft

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Seltsame Schreibweise, aber so heißt der Businessplan vom Wissenschaftler Michael Imbeault, der als HIV-Forscher an der Université Laval in Quebec tätig ist. Seine Nachrichtenseite für Neuigkeiten im Wissenschaftsbereich hat er entwickelt und ins Netz gestellt, weil er mit den vorhandenen Angeboten (beispielsweise von Yahoo oder Google News) nicht zufrieden war und in diesem Markt noch enormes Potential sieht.

Die Open Source Suchmaschine durchsucht bislang etwa 40 große Quellen mit Nachrichten aus der Wissenschaft (u. a. aus den Bereichen Biologie, Astronomie und Mathematik). Die gefundenen News werden geordnet und nach ihrer Bedeutung aufgelistet. Im Mittelpunkt des Geschäftsidee steht dabei das Open Source Content-Management. Alle 12 Minuten werden die Nachrichten auf dem Wissenschaftsportal aktualisiert und dieses versorgt Computerfreaks somit schnell mit den aktuellsten Science News.

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Andre Wittig @ Juni 29, 2008

E-Plus denkt schon wieder weiter

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Bereits Anfang des Jahres ist uns aufgefallen, dass es unter den 3 großen „Mobilfunkern“ einen Anbieter gibt, der anscheinend immer einen Schritt weiter denkt. Zumindest werden hier die Gedanken zur Weiterentwicklung des eigenen Businessplan im Vergleich zur Telekom und Vodafone öffentlich gemacht. Seinerzeit berichteten wir in „Märkte ändern sich“ über zukünftige Geschäftsfelder, an dieser Stelle wird es dann noch einmal etwas konkreter. Es geht dabei wieder um E-Plus. Der Mobilfunkbetreiber will künftig den überwiegenden Teil seines Umsatzes mit Kooperationspartnern und Werbetreibenden erzielen.

Das kündigte der Chef des Unternehmens laut Financial Times Deutschland an. Umsätze mit den Kunden durch Mobilfunk würden dann weniger als die Hälfte der Gesamteinnahmen ausmachen. E-Plus nimmt sich dabei Google zum Vorbild. “Millionen Menschen durchsuchen täglich mit Google das World Wide Web, jedoch hat noch nie ein Nutzer hierfür eine Rechnung erhalten. Vielmehr verdient Google an Werbung und Kooperationen.” so Dirks, und er fügte hinzu: „Es werde für alle Netzbetreiber zunehmend schwerer, allein mit Entgelten aus Verbindungen dauerhaft ausreichende Margen zu erzielen.“

Für die Kunden bedeutet dies wahrscheinlich weiter sinkende Preise, wobei hier und da ein hartes Fell gefragt sein wird. Was ist damit gemeint? Einnahmen durch Werbung sollen die Ergebnisse der Unternehmen verbessern. Die Konzerntochter Simyo z. B. hat neulich einen Versuch mit Werbeeinblendungen in Onlinespielen gestartet. Im Gegenzug dafür erhält der Nutzer das Spiel kostenlos. Auch bei E-Plus wird über derartige Kooperationen nachgedacht. Werbeeinblendungen gegen Freiminuten kann der freiwillige Deal heißen und so die Rendite der Geschäftsidee verbessern.

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Andre Wittig @ Juni 24, 2008

Techcrunch Meetup zur Szenevernetzung

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Etwa 200 Jungunternehmer, vorwiegend aus dem Internet-Bereich, trafen sich am 11. Juni beim Techcrunch Meetup in der Hauptstadt Berlin. Frische Startups wie z. B. Aka-Aki (wir berichten) trafen zur Vorstellung ihrer Geschäftsidee und zum Erfahrungsaustausch auf Etablierte wie StudiVZ und XING. Hinter den phantasievollen Namen verbirgt sich oft jeweils ein Businessplan bzw. Gedanke, bestimmte Sparten zu bedienen. Gemeint ist damit z. B. eine Community für wissenschaftliche Dokumente, Online-Karaoke oder ein soziales Netzwerk für Mobilsurfer.

Ansässig sind die meisten dieser Firmen in Berlin oder Hamburg. Wer sich von den jungen Startups allerdings am Markt etablieren wird, ist noch unklar. Hauptziel der Veranstaltung laut Organisatoren ist, die Unternehmen der Internetszene vor allem stärker miteinander zu verflechten.

Die Initiatoren der Veranstaltung von Techcrunch aus Amerika, das Zweigstellen in Frankreich, Japan und Großbritannien hat, wenden den Eigennutzen hier nicht ab. Sie schreiben über junge Web-Unternehmen und nehmen deren wirtschaftliches Potential unter die Lupe. Ihrer Meinung nach ist Berlin aufgrund der vielen kreativen Köpfe übrigens ein idealer Standort für eine Existenzgründung als Internet-Startup.

Ein Mitbegründer von twidox, der das Meetup mit organisierte, betonte, dass man in Deutschland selbst aktiv werden muss, um die Szene zusammenzuführen. Doch alle sind hier nach außen demonstrativ recht offen. Man sucht noch nach Gemeinsamkeiten, anstatt sich als Konkurrenten anzusehen. Für den 25. September diesen Jahres ist das nächste Techcrunch Meetup in Hamburg geplant, wo sicher wieder die ein oder andere interessante und vor allem innovative Geschäftsidee präsentiert wird.

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Andre Wittig @ Juni 14, 2008

Lockerung der Rechnungsvorschriften

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Zur Erleichterung der Buchführung für Personen, die den Weg in die Selbstständigkeit gegangen sind, wurde von der Oberfinanzdirektion Koblenz die bundesweite Entscheidung getroffen, dass Ausgangsrechnungen in Zukunft nicht mehr zwingend fortlaufend nummeriert sein müssen. Mit der Regelung sollte ein Umsatzsteuerbetrug verhindert werden, weil dadurch (so der Plan) die Einmaligkeit der Schreiben sichergestellt ist.

In Zukunft ist es für Unternehmen also möglich, unter Verwendung von Buchstaben Rechnungsgruppen (z. B. nach Kunden) zu bilden. Unabhängig davon sind jedoch weiterhin diverse Punkte bei der Rechnungslegung zu beachten, ganz gleich welche Geschäftsidee umgesetzt wurde.

Damit es z. B. nach einer Existenzgründung nicht gleich zu den ersten Zahlungsverzögerungen kommt, sind u. a. die Absenderangaben, die vom Finanzamt vergebene Steuernummer und innerhalb der EU ebenfalls die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in der Rechnung anzugeben. Weiterhin sind Empfängerabgaben, Ort und Datum der Rechnungsstellung, eine einmalige Rechnungsnummer sowie der Titel „Rechnung“ oben auf dem Schreiben erforderlich.

Weitere wesentliche Bestandteile sind der Umfang der gelieferten Ware bzw. Dienstleistung, der Zeitpunkt der Lieferung, der Nettobetrag, der Umsatzsteuerbetrag, ein Hinweis im Falle einer Steuerbefreiung und ein genaues Datum als Zahlungsziel. Die Angabe der vollständigen Bankverbindung ist selbstverständlich. Wer also einen Businessplan umsetzt, hat trotz der gelockerten Vorschriften bzgl. Rechnungslegung einiges zu beachten.

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Andre Wittig @ Juni 13, 2008

Neue Meisterprüfung für Tischler

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Wer nach bestandener Gesellenprüfung im Tischler-Handwerk die Selbstständigkeit anstrebt, hat verschiedene Möglichkeiten diese umzusetzen, kommt dabei aber nicht um die Meisterprüfung herum. Die Meisterprüfungs- und Fortbildungsregelungen sollen dabei durch die vielseitigen Aufgaben des Tischlers wie z. B. Fertigung, Montage, Planung und Beratung gerechtfertigt sein.

Im ersten Teil der Meisterprüfungsverordnung des Tischler-Handwerk wurde den bautechnischen und bauphysikalischen Qualifikationen aufgrund des weiten Tätigkeitsfeldes eine große Bewandtnis zugemessen. Im zweiten Teil der Verordnung liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der Berufslaufbahn eines Tischlers, was auch die Art und Weise der Umsetzung von Tätigkeit bzw. Geschäftsidee umfasst.

Die fachtheoretische Prüfung im Teil 2 wurde so organisiert, dass eine Befreiung der Handlungsfelder durch den Ausschuss der Meisterprüfung möglich ist. Hier wird allerdings vorausgesetzt, dass der Prüfling bereits eine Fortbildung zum Kundenberater, Fachbauleiter oder Fertigungsplaner erfolgreich absolviert hat – die Tätigkeit bzw. Geschäftsidee also in keinem Fall mehr Neuland ist.

Mit der Modernisierung der Meisterprüfungsverordnung können die Fachkräfte im Handwerk ihre Fähigkeiten und Qualifikationen angeblich besser dem technologischen Wandel anpassen. Etwa 1.200 Gesellinnen und Gesellen legen jedes Jahr die Meisterprüfung im Tischler-Handwerk ab. Viele von ihnen machen sich danach mittels Existenzgründung selbstständig und können somit ihre eigene Geschäftsidee umsetzen.

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Andre Wittig @ Mai 30, 2008

Vorstufe des Businessplan

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Ergänzend zum Beitrag „Kriterien für eine Finanzierung“ an der Stelle noch der Hinweis, dass ein sog. „Executive Summary“ als Appetithappen unterstützend wirken kann. Darunter ist eine Zusammenfassung der lediglich wichtigsten Punkte und Ideen aus dem Businessplan zu verstehen, wobei auf ausreichende Ausführlichkeit trotzdem geachtet werden sollte, um ein Grundverständnis für die Geschäftsidee zu wecken. Der Grund für ein solches Dokument: Investoren erhalten täglich nicht nur einen Businessplan in Bezug auf eine Finanzierungsanfrage und damit der Adressat nicht von der Menge an Informationen erschlagen wird, sollte das Wichtigste in Kürze aufgeführt sein.

Bei der Erstellung eines solchen Dokuments ist zu beachten, dass dieses „scanfähig“ aufbereitet wird. Der Empfänger liest sich meist keine Details durch, sondern überfliegt zunächst. Bei diesem “Scannen” müssen die wichtigsten Aussagen (auch visuell) gekonnt aufbereitet werden. Beispielsweise sollte der Text so strukturiert werden, dass durch das Lesen der Überschriften (ggf. auch Zwischenüberschriften) und fett hervorgehobene Textteile die elementarsten Botschaften der Geschäftsidee bereits vermittelt werden. Ziel dieser Aktion ist, dass sich der potentielle Investor intensiver mit dem Dokument auseinander setzt. Dies passiert jedoch nur, wenn Interesse beim Querlesen geweckt wurde.

Ein gutes Executive Summary zu erstellen, welches durch eine prägnante Aufbereitung der Inhalte und ansprechendes Design für einen schnellen Scan geeignet ist, gelingt oftmals nicht beim ersten Versuch. Empfehlenswert ist aus diesem Grund ein Test bei potentiellen Investoren, die für den Businessplan weniger attraktiv erscheinen und nicht die allererste Wahl darstellen.

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Andre Wittig @ Mai 17, 2008

Kriterien für eine Finanzierung

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Um das Interesse eines potentiellen Investors für einen Businessplan zu wecken, sollten einige grundsätzliche Dinge beachtet werden. Aus den langjährigen Erfahrungen unserer täglichen Beratungspraxis in Bezug auf das Thema Existenzgründung an dieser Stelle 3 ganz elementare Punkte.

Nr. 1 | Die Personen, die hinter dem Businessplan stecken
Oberstes Investitionskriterium ist das Unternehmer- bzw. Gründerteam. Die Geschäftsidee kann dabei noch so gut sein, wenn der Investor vom Team nicht überzeugt ist, wird er i. d. R. nicht einsteigen. Ohne eine (zumindest potentiell) erfolgreiche Mannschaft ist es schwer, eine Finanzierung von Venture Capitalists oder Business Angels zu erhalten. Die Kriterien, nach denen die Erfolgsaussichten von potentiellen Investoren beurteilt werden, sind dabei faktischer und subjektiver Natur, wobei die Zusammensetzung des Teams bzw. die Summe der einzelnen Fähigkeiten genauso wichtig wie der bloße Eindruck ist.

Nr. 2 | Der Markt und das Gefühl für diesen
Hier geht es einerseits um die Stärke der bestehenden Wettbewerber, andererseits aber auch darum, ob das Gründerteam ein Gespür dafür hat, was die Zielgruppe möchte und was nicht. Wird man sich gegen bestehende Unternehmen durchsetzen können? Befindet sich der Businessplan in einem Segment mit ausreichend Wachstumspotential? Beherzigen die Gründer den Grundsatz „Gib dem Kunde mehr von dem was er möchte, und weniger von dem was er nicht möchte“?

Nr. 3 | Das angebotene Produkt bzw. die Dienstleistung
Dem Businessplan muss ein absolut überzeugendes Produkt bzw. eine dementsprechende Dienstleistung zu Grunde liegen. Hier gilt es, sich den üblichen Standardfragen erfolgreich zu stellen. Zu beantworten bzw. zu erläutern sind z. B. Unterschiede von Produkt/Dienstleistung gegenüber bereits bestehenden Angeboten, Wettbewerbsvorteile und die Einschätzung der weiteren Aussichten sowie des Potentials des Businessplan in der Zukunft.

Wer eine Geschäftsidee erfolgreich umsetzen möchte, muss demnach ein exzellentes Team um sich scharen, ein überzeugendes Produkt oder eine entsprechende Dienstleistung entwickeln, ein Gefühl für (einen ausreichend attraktiven) Markt haben und darf bei alldem den Aufbau eines über die Firma hinausgehenden Netzwerks nicht vergessen. Dann stehen die Chancen für eine erfolgreiche Finanzierung und den Erfolg des Businessplan nicht schlecht.

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Andre Wittig @ Mai 16, 2008

Regeln für den Businessplan

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Ein Businessplan hilft nicht nur dabei, Geldgeber und Investoren (z. B. Banken oder VC-Geber) zu finden. Es ist nachgewiesen, dass der Prozess des Niederschreibens entscheidend dazu verhilft, Lücken des Businessplan zu identifizieren und zu schließen. Das kontinuierliche Arbeiten am Unternehmenskonzept hilft dabei, es zu verbessern und vor allem zu optimieren. Dies können oft aber nur diejenigen nachvollziehen, die bereits einmal einen Businessplan geschrieben haben. Aus unseren Erfahrungen hunderter betreuter Personen bezüglich dem Thema Existenzgründung haben sich Grundsätze für die Erstellung eines Businessplan herauskristallisiert. Davon 3 sollen an dieser Stelle genannt werden.

Regel 1
Der Umfang eines Businessplan ist nicht das entscheidende Kriterium welches nachweist, dass sich mit dem Vorhaben auseinander gesetzt wurde. Vielmehr ist es die Fähigkeit, aus den vorhanden Informationen, wesentliches zu filtern und in komprimierter Form darzustellen. Zudem muss der Businessplan einen roten Faden aufweisen, was eine Struktur und Unterteilung in verschiedene Abschnitte und Gliederungspunkte voraussetzt.

Regel 2
Ein Businessplan erläutert und präsentiert. Gleichzeitig sollte der Ersteller davon ausgehen, dass derjenige der ihn liest, i. d. R. wenig Zeit hat, sich mit dem Thema ausführlich zu befassen. Der Businessplan muss deshalb in wenigen Augenblicken die Aufmerksamkeit des Lesers erhalten. Die Geschäftsidee ist an dieser Stelle das Produkt, welches verkauft werden soll. Substanz ist hier deshalb ebenso gefragt, wie der Einsatz gestalterischer Mittel. Gegebenenfalls ist es lohnend, den Businessplan einem Designer oder einer Designerin für das Finish zu geben. Ein guter grafischer Eindrucks vermittelt unterbewusst Werthaltigkeit.

Regel 3
Die Attraktivität des Vorhabens ist einer der Dreh- und Angelpunkte, was durch Studien oder Artikel herausgestellt werden kann. Zitate bekannter Unternehmer oder Personen der Wissenschaft sollten in diesem Zusammenhang die Attraktivität des Zielmarkts unterstreichen und darstellen, dass der Umsetzer des Businessplan nicht der Einzige ist, der das so sieht. Man sollte sich auf “die Schultern von Riesen“ stellen. Dadurch wirkt man als anfänglicher “Zwerg” nicht ganz so unbedeutend und unterstreicht die eigene Sachkunde.

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Andre Wittig @ Mai 15, 2008

Existenzgründung vs. Finanzierung

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Einer aktuellen Studie des Hightech-Verbands BITKOM zufolge, zerschlägt sich eine geplante Existenzgründung am häufigsten aufgrund fehlendem Startkapital. Befragt wurden dabei Teilnehmer des „Gründerwettbewerb Multimedia“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Gefolgt von unsicheren Einnahmen und auch lukrativen Jobangeboten bei anderen Unternehmen, sind dies zusammen die 3 wichtigsten Ursachen, warum potenzielle Gründer ihre ursprünglich geplante Geschäftsidee nicht weiterverfolgen.

 

Bei zwei von drei gescheiterten Gründungsplänen fehlten demnach Geldgeber für den Businessplan, und in jedem dritten Fall spielten Einkommenssorgen die wesentliche Rolle. Dies alles sind recht klare Zeichen, dass Start-ups in Deutschland bessere Bedingungen in Bezug auf Finanzierungen benötigen, denn eine erfolgreiche und vor allem innovative Volkswirtschaft kann es sich auf Dauer nicht leisten, wertvolle Vorhaben in großem Maßstab zu verlieren.

 

Hinzu kommt folgender Umstand: Viele Start-ups benötigen kein sonderlich hohes Anfangskapital, denn zwei Drittel der Gründer kommen für Ihre Geschäftsidee in der Startphase mit bis zu 40.000 Euro aus. Eigentlich sollte man meinen, dass es bei solchen Summen nicht allzu schwierig ist, Kapitalgeber (für gute Ideen) zu finden, in der Realität sieht es aber leider oft anders aus.

 

Einer Mehrheit an Gründern gelingt es demnach nicht an Venture Capital, Kredite oder öffentliche Zuschussprogramme bzw. Darlehen zu gelangen. Hierfür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend. Uns fällt in der täglichen Beratungspraxis beispielsweise auf, dass Existenzgründer in erster Linie mit Kommunikationsproblemen und der Skepsis potentieller Investoren zu kämpfen haben. Oft wird ein Vorhaben nicht ausreichend plausibel erklärt und präsentiert. Zudem fehlt es häufig an der nötigen Offenheit der Kapitalgeber. In der Natur der Sache liegt da schon fast, dass Start-ups oft nur unzureichende Sicherheiten bieten können und die Finanzierung deshalb nicht zustande kommt. Oft ist übrigens auch das gewünschte Finanzierungsvolumen für Investoren zu klein.

 

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Andre Wittig @ Mai 6, 2008