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Zahlungsmoral bessert sich

Erfreuliche Nachrichten für alle, die einen Businessplan umsetzen wollen bzw. bereits selbstständig sind. Einen Höchststand hat der Index erreicht, mit dem halbjährlich das Zahlungsverhalten in Deutschland gemessen wird. Demnach bewerten Unternehmen das Zahlungsverfahren ihrer Kunden weitgehend gut und auch die Unternehmen selbst bedienen ihre Gläubiger besser, als in der Vergangenheit. Gegenüber der vorangegangenen Periode (Herbst 2007) konnte der Index jedoch nur leicht zulegen.

Insbesondere die Termintreue entwickelt sich erfreulich, was vor allem Existenzgründern und Selbstständigen in den ersten Jahren (meist ohne größere finanzielle Polster, was die Umsetzung des Businessplan anbelangt) etwas mehr Sicherheit gibt. Rechnungen werden aktuell überwiegend innerhalb des typischen Zahlungsziels (30 Tage) beglichen. Es gaben nur 22 Prozent der befragten Unternehmen an, länger auf die Begleichung von Forderungen warten zu müssen. Im Jahr 2007 waren es noch knapp 25 Prozent. Immer noch viel zu viele Unternehmen (etwa 13 Prozent) bleiben jedoch auf ihren Forderungen sitzen, was in der Summe stattliche Verluste für den Businessplan nach sich zieht. Vorgenannte 13 Prozent der Unternehmen müssen Einbußen von mehr als einem Prozent ihres Jahresumsatzes verkraften.

Erfreulich: Der Anteil an Unternehmen, die keine Ausfälle zu verbuchen haben, stieg auf 47 Prozent. Im Vorjahr waren dies nur 44 Prozent. Diese Entwicklung ist sicher im Kontext mit verschiedenen Faktoren zu sehen. Eine deutlich rückläufige Zahl von Unternehmensinsolvenzen – während der vergangenen 3 Jahre sank die Zahl von rund 38.000 auf knapp 30.000 im Jahr 2007 – sei hier beispielsweise erwähnt. Allerdings wird die Deutlichkeit der Verbesserungsschritte laut Creditreform immer schwieriger wahrnehmbar. In den ersten Monaten 2008 blieben Rechnungen im Durchschnitt knapp 13 Tage offen. Im gleichen Zeitraum 2007 war es ein halber Tag mehr.